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Es gibt keine Erfahrungsberichte von Personen, die je im Limbus waren.

Es gibt keine Erfahrungsberichte von Personen, die je im Limbus waren. Anders wiederum bei den Personen, welche im Fegfeuer ihre Sühne fristen, bis hin zu Zeichen welche diese hinterlassen haben. Allesamt Brandzeichen. Der Limbus ist ein Ort der Gottferne und hier passt entfernt die Sicht des Meister Eckhart, der wiederum übereinstimmt, dass Gott das Licht ist, substantiell und trotzdem gibt es dafür keine deutlichen Anhaltspunkte in der Bibel. Jesus sagt, ihr seid das Licht der Welt. Kann das Eigenlicht im Limbus leuchten? Vermutlich nur in der Einsicht aber der Limbus ist kein Ort der Läuterung. Vielmehr ist er Termini, wie der Grabstein welcher die Lebenden von den Toten trennt, als Grenzstein. Auch Paracelsus hat interessante Ansätze, sieht jedoch alles aus dem Limbus in diese Welt fließen. Gleich ob Mensch oder Tier, Pflanzen oder Mineral. Das wäre die Seinsheit eigentlich an den Dingen. Bedingungen an sich. Sind sie aber Bedingungen, so sind sie auch Versuchungen, wo das Ganze relativiert wird. Diese Relativierungen bei Paracelsus klingen zwar beiläufig episch, suchen jedoch nach Metaphysik. Albertus Magnus wiederum, entzaubert diese Ratio, wählt jedoch auch den Weg der Metaphysik. "Für Albertus Magnus (ca. 1200–1280) war das Konzept des Limbus (limbus = lateinisch für „Saum“, „Rand“) ein zentrales Thema in seiner Eschatologie und Sakramententheologie.Als einer der einflussreichsten Gelehrten der Scholastik prägte er das Verständnis des Limbus entscheidend und legte damit das Fundament, auf dem später sein Schüler Thomas von Aquin aufbaute." Schon mit etwa 20 Jahren näherte ich mich dem Albertus Magnus an, fand jedoch nicht den entscheidenden Impuls, wie er bei dem Thema des Limbus aufscheint. Von Albertus Magnus stammt auch die Einteilung in Limbus patrum und Limbus puerorum. Der hl. Augustinus wiederum vertrat die Vorstellung, dass ungetaufte Kinder im Jenseits leichtere Strafen abzubüßen hätten und dagegen empfand Albertus Magnus einen starken Widerspruch. Für Albertus Magnus war der Limbus die oberste Schicht der Hölle! Demnach, ein gerichtetes Element der Matrix; aber auch Albertus Magnus relativierte jene Sicht des hl. Augustinus was den Grad der Reife ungetaufter Seelen, Kindern angeht. Ob es auch hier um ein Bekenntnis ginge, um das sich die Scholastik später bei dem hl. Thomas von Aquin handelte; wo man diesem nachsagte die Metapysik des Aristoteles übernommen zu haben? Wie dachte also jener große Heilige über die Gerechten nach, die ohne Taufe oder Glauben an Jesus in der Historie entschliefen? Die gute Nacht Geschichte des Chronisten der Welt. Der Name der Rose lässt grüßen! Was nützt einem aber dieses eifersüchtige Geplänkel der Nachkommenschaft? In Metaphysik versetzte Zustände des Denkens, Träume, Wünsche und Vorstellungen des rechten Glaubens und Fürwahrhaltens. Niemand denkt darüber nach, weil niemand diese Richtschnur besitzt, die uns ewiges Leben gerade macht, als ein immer fortwährendes Verlangen, das wir Hoffnung nennen.

Von Martin Schneider, Geb. 10. November 1973