Metaphysische Fragen sind immer schwierig; nicht wegen der Distanz, sondern wegen der Wegzehrung. In dem Fall meint das die Hostie. Wenn jemand mit den Sterbesakramenten, dem Empfang des Allerheiligsten Altarsakraments entschläft, ist das die Art von Sicherheit, die wir suchen. Darüber hinaus gibt es auch das braune Skapulier, das uns insbesondere in der Todesstunde zu schützen vermag, doch hinsichtlich dem ewigen Leben ist die bleibende Nahrung Gott selbst. Es macht ja keinen Sinn, seinen Leib hinzuopfern für die Welt, wenn es nicht um eben Leben und Tod ginge. Er ist ja nur gestorben, dass wir das Leben haben und insofern ist die Auferstehung im ewigen Leib, der ewiger Nahrung bedarf, so wie die Engel den Leib Christi empfangen. Wir sind daher also nur von Gottes Nähe inspiriert und ohne ihn geraten wir in Verzweiflung, insbesondere in der Todesstunde. Wir können freilich nicht wissen, ob wir diese Vorsehung erfahren, Gott zu empfangen, aber man hat seitens der Kirche die Zusage, dass auch nur das Aussprechen des Allerheiligsten Namens Jesu zur Rettung vor dem ewigen Verderben beiträgt und das sagt die Kirche, obwohl sie weiß, dass nur jene die in ihr bleiben, gerettet werden können. Sie sagt das allerdings in Bezug zu allen Menschen, die an Jesus glauben, gleich welcher Konfession sie angehören, eben wie Urbi et Orbi der gesamten Menschenheit gilt, für die Jesus gestorben ist.
Ob das nun die Antwort ist, kann man schwer sagen, da das Charisma zu predigen bald an seine Grenzen stößt. Einmal sah ich einen Priester bei der Predigt zum Volk hin weinen. Es ist die Frage, wie sehr man sich insziniert und dann gibt es Priester, die sprechen einem gleich zu Beginn ihrer Predigt das Existenzrecht ab. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund und eine KI kann man maximal griechisch verstehen: Wir lehren, was wir lernen und lernen was wir lehren. In der Bibel wird darauf Bezug genommen, alles zu prüfen und das Gute zu behalten. Es ist also mit einem Werkzeug zu vergleichen und wenn ich das Werkzeug, in diesem Fall die KI heranziehe, um Schuhe aufzuschnüren, kann man das nicht vereiteln. Es kommt sonst auch nicht mehr heraus. Was soll der Priester da kunden? Wie zu Aristoteles Zeiten, soll er ein Gotteskünder sein, der zu Kindern Gottes spricht? Was kann er also aussagen? Selbst Heilige taten sich oft schwer mit ihren Worten und was besonders hervorsticht, ist der hl. Franz von Assisi, der an den hl. Antonius von Padua schrieb, er möge das Evangelium nur nötigenfalls mit Worten verkünden. Ihm ging es scheinbar nur um die Ratio. Kann man denn Angesichts dem nahenden Gott, bei der hl. Messe, von Vernunft sprechen? Von Logos? Weltvernunft? Gott, der alles Gute in sich vereint und dieser begegnet uns in der hl. Wandlung. Da tut das Kleinod des Priesters wenig zur Sache, wie die hl. Katharina von Siena meint. Dennoch, ohne den Priester gäbe es die Wandlung gar nicht, so denn der Hohepriester dieses Opfer mit des Priesters Hand vereint.