Presse: „Gebeine des hl. Franz“ - Dass ein entschlafener Christ als unversehrt gilt, zumal seine Knochen beieinander liegen, war mir neu. Bislang dachte ich, dass die Fäulnis an deren Grab inne hält wie bei Pharaonen, doch genau "du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen." Ps 16,10 oder eben "noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen." Apg 2,27 - Da wird im Neuen Testament explizit auf die Verwesung verwiesen, nicht aber auf das Grab selbst. Es ist also eine falsche Auslegung, wenn man das Alte Testament vor das Neue stellt, wenn es um die Auferstehung der Toten geht. Es mag verwirrend sein, denn der heilige Franz hatte ja auch an seinem Skelett, das noch von ihm über ist, Male der Stigmata.
Ist jemand, der die Stigmata trug, ein Märtyrer? Anscheinend schon, dann war also Franz von Assisi ein Märtyrer. Daher spielt es keine Rolle, ob er verwest ist oder nicht. Es gibt Dinge, die sind einfach unentscheidbar für unsere menschliche Sicht. Ebenso gibt es viele Heilige, die verwest sind und doch ein frommes Leben führten, mit Wundern und allem was Balsam für die Seelen war. Es ist also die Frage, was Gott bewegt, wenn er doch vereinzelt, seine Frommen die Verwesung nicht schauen lässt wie das Neue Testament sagt.
Die Natur-Religion: "Paracelsus betrachtet Tiere als Teil des Limbus, ..Da sie keinen unsterblichen Geist besitzen, kehrt ihr Wesen nach dem Tod vollständig in die Elemente des Limbus zurück." Beim Menschen wäre das eben noch mit dem Zusatz, dass die Seele zu Gott zurückkehrt.