Wortklauberei. Hat jemand im Himmel einen Heiligen als Freund? Vermutlich wähnt man eher das Gegenteil oder kann man sagen, dass jedes Wort Jesu gut oder sinnvoll war, das überliefert ist? Wohl kaum, denn Jesus war mit Menschen konfrontiert und als solches der Willkür ausgesetzt. Wir wissen, dass der Heilige Geist vor der Falschheit flieht (Weish 1,5) und somit kann auch Jesus nicht überall im Heiligen Geist gesprochen und verkündet haben, sondern hierbei zeigt sich die Dreieinigkeit. Jesus als das Lamm Gottes und Gott Vater. Es zeigt sich eben auch deutlich, der Heilige Geist, aber waren die Wunder die Jesus tat, vom Heiligen Geist oder vom Vater? Vermutlich waren sie vom Vater, denn Vater und Sohn sind eins. Er sagte nicht, dass er mit dem Heiligen Geist eins wäre, sondern explizit, der Heilige Geist flieht vor der Falschheit; der Menschheit. So ist er auch nicht, der Gott dieser Welt (2 Kor 4,4), weil Gott ja dreieinig ist, somit auch nicht dem Menschen bedarf, aber Vater und Sohn sind eins. Hier zeigt sich die große Menschenliebe Gottes, denn wer mit dem Heiligen Geist ist, der muß keine große Menschenliebe haben, sondern kann diese auch fliehen, wie das der Eremit tut oder Jesus die Wüste suchte, in den 40 Tagen.
Man kann die ganze Welt umstreifen, aber wir treffen uns dann in der Heiligen Kommunion.
Der heilige Valentin von Terni und Rätien sind beide Patrone gegen Epilepsie, aber nur einer steht für die Ehe. Ich finde das ist spannend. "Ich komme herbei, um euch zu richten; / schon bald komme ich und trete als Zeuge auf gegen die Zauberer und die Ehebrecher, / gegen die Meineidigen und gegen alle, welche die Taglöhner, / Witwen und Waisen ausbeuten, den Fremden im Land ihr Recht verweigern / und mich nicht fürchten, / spricht der Herr der Heere." Mal 3,5 - dann sagt Jesus "Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen." Mt 5,28 Aber, aber, aber - Wortklauberei. Ist ja Fasching! Es kommt eben so deutlich hervor, in der Endrede des hl. Stephanus, wo er eigentlich dann meint, dass Gott in keinem Haus wohnt, dahingehend auch nicht im Tempel ist. Das ist auch, wo er eigentlich nur durch sein Opfer, als der Vergebung das Maß seiner Heiligkeit erwarb, nicht durch seine Worte, sondern durch seine Tat, indem er seinen Peinigern vergab und so ist es auch mit Jesus, der durch seine Ganzhingabe an das Kreuz, die Welt mit sich versöhnt hat. Da geht es nicht um Worte, sondern die ganze Gotteserkenntnis ist im Leib Christi enthalten. Man kann also nicht sagen, dass die Wortklauberei einer Predigt für erhellende Momente sorgt. Im Gegenteil, sie macht nur alles finster, bevor Jesus, das Licht der Welt uns den Atem gibt. Wir können nicht auch sagen, es sei Vernunft. Wir wissen es nicht, warum Gott ist und wir Abschaum sind. Das ist, mea maxima culpa! Wo Paulus meint, er sei die Missgeburt (1 Kor 15,8). Ich denke nicht, dass ein Lügner immer nur lügt. Es ist das Paradox, welches Gott dazu bewog, auch die Orthodoxie auf den Plan zu rufen, aber wie Papst Leo XIII. sagte, es ist fraglich wenn man in zwei Jahrhunderten mutmaßt, dass 1800 Jahre nie waren. - Selbst wenn Jesu Worte nicht in allen Aspekten dem Heiligen Geist entsprechen würden, hat man immer noch den Affekt der Vorsehung. Wenn Jesus fragt: "Warum rede ich überhaupt noch mit euch?" Joh 8,25 ist es eine Frage aus dem tiefsten Herzen Jesu. Es zeigt auch die Menschlichkeit dieses Gottes; dieses irrende Gut, aber ohne der Sünde.