Zwei Tage nach seinem heiligen Geburtsfest, dem Einzigen eigentlich der Menschheit, wirft Stephanus einige grundlegende Fragen auf, die Jesus natürlich betrüben und tief erschüttern. Ebenso die Frage nach der Liebe, wenn sie sagen: Gott ist die Liebe. Wie meinen sie das? Es lasst sich auch nicht in einem Satz durch den a priori gesetzten Gottesbegriff bedingen. Er ist ein unbedingter Gott, der von Sünde unbedingt machen kann. Der Erlöser, Heiland, Vergeber. Er kann lieben, aber je mehr etwas in den Blickpunkt der Wahrheit gerät, desto unfassbarer wird die Wirklichkeit. Muss man sich daher des Nihilismus bedienen? Der Degenereszenz oder Dekadenz? Muss man deswegen niedergehen, symbolisch wie das Niederknien? Vor Gott zu knien, bedeutet sein Anhang zu sein oder sein zu wollen; so ist mein, die Liebe zu Gott. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Auch hier gerät der Streiter in ein fahles Licht und wird zu Elija, zum Eloi, als den Patron der Sterbenden.

Stephanus: "Tempelkritik: Er betonte, dass Gott nicht in Häusern wohnt, die von Menschenhand gemacht sind (Apg 7,48)." Der Tabernakel stellt ein Zelt dar, so wie das Offenbarungszelt, vor dem die Leviten ihren Dienst taten, bis zum 50. Lebensjahr. Die Aussagen des Blutzeugen waren allesamt von Willkür getrieben. Er führte Anklage, anstatt sich Christus zu nähern, sah aber den Himmel offen, während er dem Hass nachhaltig machte durch seine Anklage. Er erlitt somit ein Urteil der Nachsicht, wobei er noch für seine Peiniger betete. Dieser Agent Provokateur wirkt auf mich etwas trübe. Wahrscheinlich war wirklich dieses Gebet für seine Peiniger die christozentrische Handlung, durch die Gott ihn rettete.

Der Mensch als das Lamm Gottes, das vor seinem Scherer verstummt. vgl. "Weide meine Schafe!" Joh 21,16 Dieses Ecce Homo (siehe, der Mensch): "Seht, das Lamm Gottes" Joh 1,29

Verunglimpfung von Glaubensinhalten - Wahrscheinlich geht diese Vermaledeiung auf das Leiden Mariens zurück, die ein Martyrium (Sieben Schwerter durchbohrten ihre Seele) erlitt und so hat man Anteil an einer Qual, während am Altar das unblutige Opfer gefeiert wird, im Sinne der Dogmatik "Extra ecclesiam nulla salus".