Wenn man auf das Kreuz nun hinblickt, so hat man nicht die Rolle dessen, der unter dem Kreuz ist, sondern man versinnbildlicht wohl mehr den einen Schächer, der ob seiner Sünden den qualvollen Tod verdient hat, weil die Sünde der ewige Tod ist, so wie Gott den Sünder bis zur Vernichtung schlägt. Vgl. Sir 10,13. Also, wir sind der Schächer, der am Kreuz versucht, Worte zu finden, die seine Resignation beschreiben. Freilich, man kann wie Jesaja einstimmen und wähnen: "Und doch bist du, Herr, unser Vater." Jes 64,7 Und doch sind wir Kinder Gottes, es ist aber schwierig zu sagen, dass unser Kind Gottes sein, mit dem Leben auf Erden endet, also selbst wenn man das Reich des Todes in Betracht zieht, wo es denn heisst: "Als er den Himmel baute, war ich dabei" Spr 8,27. Da war noch nichts, das beschreibt das Reich des Todes, als den Limbus. Wir, die Gotteskünder, Künder Gottes wie diese zur Zeit des Aristoteles genannt worden waren und nun einstimmig, 500 Jahre vor Jesus Christus Menschwerdung zum Kind Gottes werden oder zu den Kindern Gottes; den Christen. Gott kann auch auf verbogenen Zeilen gerade schreiben. Er ist allumfassender Herrscher! Also Jesaja beschrieb prophetisch dass viele im Land der Finsternis sitzen. "über denen, die im Land der Finsternis wohnen, / strahlt ein Licht auf." Jes 9,1 oder weiter: "um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes" Lk 1,79 Dieses, Absterben um des Christus Willen, seine Begierlichkeit Gott aufzuopfern. Man wird deswegen kein Besserer, aber es ist gemeinschaftlicher, ehrlicher, freundschaftlicher, den Gott nicht zu vergessen. Sich ein Glas guten Weines einzuschenken und zu sagen: Gepriesen seist du, Herr unser Gott, Schöpfer der Welt, der du uns alle guten Gaben gibst, durch Christus Jesus, unseren Herrn. - ihm einfach zu danken, ihn zu erinnern. Die himmlische Freude des Liebenden herabzuziehen. Jesus, den guten Ratgeber in das eigene Leben einzuladen, der uns hilft, ihm den Weg gerade zu machen, durch den Engel. Dafür steht der Advent, die Ankunft des Erlösers.

Christozentrik bedeutet eigentlich auch, die ganze Welt auf sich selber zu beziehen, Mitschuld zu begreifen, durch kleine Gesten. Indem man sich als ohnmächtig wahrnimmt, verleugnet man die Szenerie, nicht aber sich selbst. Hermann Hesse schrieb den Satz "Niemand träumt, was ihn nichts angeht". Warum sollte Gott einem eine Welt vorführen, die in Trauer begriffen ist? Andererseits, was gibt ihr Freude? Das ist eben das Fundament, einer Christozentrik der Nächstenliebe, weil man etwas von anderen erwartet, was man eben nicht vermisst, sondern man bereit ist zu geben; kein Gut, sondern ein Maßstab. So wie das Kreuzzeichen ein Maßstab des Guten ist. Glaube fängt genau da an.