Es geht darum, dass er sein Leben gibt, damit wir ein Leben in Fülle haben. Das Sakrament der Ehe ist Jesus Christus, ist die Frucht des Leibes. Natürlich kann man auf Adam und Eva blicken, auf den eigentlichen Dorn der Geschichte, aber was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt damit gewinnt? Wenn Mann und Frau sich trennen und jeder sich in dem Wissen suhlt, dass man eigentlich der Spielball von Gefühlen war. "Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen." Mt 10,29-31 Auch wenn man liebkost, man wird nicht selbst bei aller Streichelei, nicht eine Strauchelei verhindern.
Warum Krieg? Diese Frage erinnert an ein Essay von Isaac Asimov zu dem Briefwechsel von Einstein und Freud zu dem Thema. Dabei setzen wohl beide bei dieser Mutterfrage der Wissenschaften an, dem Warum, wie Schopenhauer diese in seinem Erstwerk, Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde angab. Nun, man kann diese Frage freilich weiterspinnen, weniger spitzfindig auf eine Ergründung einzugehen, sondern vereinfacht auf die Methode des Gottes, der mit uns ist, der auch in den Emotionen bei uns ist, wenn unser Herz sich den weltlichen Dingen anhaftet. Das Herz hängt an so vielen und Jesus will alle retten. So wie der heilige Paulus anmerkt, dass er allen alles geworden war, um auch nur einige zu retten, ebenso kann man auch den Gott mit uns erfahren, als den Heiland und Retter, der auch die Verwundeten vom Feld trägt, aber damit meine ich nicht die am Feld dahin siechen, sondern auch auf dem ganz trivialen Feld des Lebens, an dem man scheitert und so wie der barmherzige Samariter, schenkt Gott die Gnade der Nächstenliebe auch in den kleinen Dingen des Lebens. Es muß nicht immer die Vorstellung eines Krieges sein, sondern überall dort wo man versagt, wo man persönlich den Dingen der Welt erliegt und wir wissen alle, dass Gott uns immer lieben wird und bei uns ist, bis zum Ende der Welt, wie er im Schlusstext des Evangeliums anmerkt. Dieses bei uns sein, dieses Gott mit uns sein, mit uns auf dem Weg, heißt vielmehr uns wieder auf den Weg der Gnade zurückführen, wie er sein eigenes Leben gab, damit alle durch dieses Beichtgeheimnis Verzeihung von ihren Sünden, dem Versagen finden, ohne eigene Verdienste im Feld, wo man quasi versagte oder verkümmerte.
Hl. Teresa von Avila - "unersteiglich feste Burg" Zitat - Goethe, Faust II. - Damit ist freilich ein sakramentales Leben gemeint, im Stand der heiligmachenden Gnade zu verharren. Wenn immer man diesen Stand verlässt, ihn sofort und alsbald wieder aufzusuchen und einzunehmen, wie die Zinne auf einer Burg; "Zu klettern hier – ja selbst der Gedanke gleitet ab." Goethe, Faust II. - doch der Feind untergräbt die Mauern.