Eher steigt ein Kamel auf eine Klapperschlange, alsdass ein Reicher ins Reich Gottes eintritt. Nietzsche: Freiheit liebt das Tier der Wüste. - Gehet daher den schmalen Pfad.

"Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden. Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbín, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun. So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen." Mk 7,10-13 Das ist interessant, weil Elija sagt: "ich bin nicht besser als meine Väter" 1 Kön 19,4 also die Gestalt eines Menschensohns einnimmt, gemäß seiner Rede. Es ist vor allem die Koinzidenz des Elija deutlich, worin Jesus am Kreuz diesen noch anruft, als Nachtrag. Mit Jesus enden die Propheten, es gibt sodann keine Propheten-Mörder mehr, sondern es wird nur mehr die Rede als prophetisch genannt, nicht aber ihr Tun. Der Bote, welcher der Prophet im Eigentlichen war, wird zum Apostel, zum Gelehrten der Liebe Christi. Die Pharisäer werden als Wölfe erkannt und die Apostel als die Hirten, oder der Hirte, der sein Leben lässt für die Schafe. Die eigentliche Theodizee wird sodann beim Kreuzestod Christi sichtbar. Für die Übel in der Welt gestorben. Elija hingegen, wähnt wiederum in aller Vorsicht, die Übelkeit der Väter. Er spricht ja nicht von den Müttern, sondern schlichtweg von den Übelsachern. Gott hingegen selbst, bei Abraham, hatte diese Einsicht geteilt und dann seinen eigenen Sohn in die Welt gesandt. Es ist nicht die Probe, sondern eine Art Wiedergutmachung für die Sünde, welche nicht bloß Väter betraf, sondern metaphysisch den ganzen gesellschaftlichen Anschein von Not und Wiederkehr. Hierin liegt die Verbannung, diese Überhöhung "Sie stoßen ihn vom Licht ins Dunkel / und jagen ihn vom Erdkreis fort." Ijob 18,18 Diese Selbstkasteiung, dieses Übel. Nicht deshalb, weil Licht und Finsternis metaphysisch getrennt erscheint, sondern obgleich am Ansinnen von Macht und Kalkül. Nicht der Bessere gewinnt, sondern der Pharisäer, der Schulmeister. Dies koinzidiert eben in der Lehre, wobei es allerdings die Liebe sein sollte. Liebe und Lehre. Ein Widerding der Übelkeit, wie Adam und Eva, wie Romeo und Julia, wie die Unterrichtsstunde von Ionesco. Der Rosenkrieg; die Raserei und der rasende Satyr oder mehr noch der dionysische als Kind gespaltene Widerling, das Titanenopfer.