Rilke und Lou Andreas-Salomé: Bis unsere Seelen Sterne sind. - Es sind diese "high-hopes"-Themen, die frei von Gott sich beflügeln. Zierde ihrer Zeit, als Jugendstil. Salome über Nietzsche: "ein Musiker von hoher Begabung, ein Denker von freigeisterischer Richtung, ein religiöses Genie und ein geborener Dichter". Abgesehen von ihrer Freud vorgelegten Psychoanalyse Nietzsches. Aus meiner Sicht, betrachte ich eigentlich Nietzsche mehr als den Philologen, der wiederum auch Helene Stöcker auf den grammatischen Plan führte. Nichts desto trotz, es heißt "ad fontes" und er kannte die Quellen alle. Doch zurück zu Rilkes Betrachtungen von Salome:"Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn,wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören,und ohne Füße kann ich zu dir gehn,und ohne Mund noch kann ich dich beschwören.Brich mir die Arme ab, ich fasse dichmit meinem Herzen wie mit einer Hand,halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen,und wirfst du in mein Hirn den Brand,so werd ich dich auf meinem Blute tragen.(Rilke, Stundenbuch, S. 64)"Nietzsche hätte es, als den naiven Künstler beschrieben. Ja, sicher, der schöne Schein und gebrochen. Die Frau hat das aber angenommen, das ist das Interessante. Nietzsche wiederum erwähnte sie als dunkel, wie Heraklit vielleicht, aber er war ihr zu alt, zu erfahren, zu überlegen. Rilke selbst mag aufgrund seiner Gott zugewandten Gedichte durchwegs für Einklang sorgen, aber das ist freilich Geschmackssache. Ebenso wie das Werturteil Salomes über Nietzsches Musik.

Rollendes Glöckchenläuten - Man mag sich fragen woher der Brauch stammt, dass am Weihnachtsabend bei der Bescherung Glöckchen läuten. Es sind im Grunde rollende Glöckchen, über Stock und über Stein, die ein Symbol für den Weihnachtsstern über Bethlehem andeuten. Jesus, der die Lahmen gehend machte, selbst Kinder.

"Betrachte ich die Sache recht, so findet sich kein einziges Merkmal, mit Hilfe dessen ich unzweifelhaft bestimmen könnte, ob ich wach bin oder träume." Rene Descartes

Sind im Himmel nur Kinder und speisen sie wie Gott in Frankreich?

Hochzeit: "Du bist mit ihr verwandt; sie gehört dir." Tob 7,12

Nikolaus von Kues – Belehrte Unwissenheit - Der Lehrzweck von Metaphysik sei dahingestellt. Wahrscheinlich ist jedoch gerade die Metaphysik ein Lehrzweck, allerdings nur reiner Lehrzweck, wenngleich die metaphysisch erschlossene Einsicht dem deus ex machina gleicht.

Soziologe: Bis 2050 noch zehn Prozent Katholiken in Deutschland - Ein seltsames Privileg, passt zum Sonntagsevangelium. Es meint, die Ratio nimmt ab. Das Kalkül nimmt zu. Es bedeutet eigentlich nur, dass Kommunikation latent ist oder dass diese keine Inhalte transportiert, sondern selbst zum Inhalt wurde. Es ist eine Frage des Willens, an dem sich eine Form von Kommunikation messen lassen muss. Wird kein Wille transportiert, wozu dann die Sprache? Die Predigtkanzel wurde abgeschafft, vom höheren Willen ist kaum mehr die Rede. Wille wird zum Trieb erklärt, aufgrund von Mehrzahl. Das Naturvolk kennt keinen Willen. Es handelt nach Instinkt, ist also nicht Herr, sondern Herde. Ein Volk ohne Hirt, ohne Merksatz, selbstvergessen, dem Gotte staunend als Demiurg des Willkürlichen gegenüber, das Gute nachtragend, Auge um Auge, Aufmerksamkeit um Aufmerksamkeit. Der Wille als Maß der Tugend. Wille als Lustverständnis, als sinnliche Amoral des Wünschbaren, Vernünftigen und schließlich unabwendbaren, eschatologischen Handelns und Zurechtweisens. Wir haben Glauben, doch wir sind zu schwach um gefunden zu werden. So gehen wir an der Leidenschaft zugrunde, wie die beiden Sprachwissenschaftler Grimm, indem wir auszogen in diese Welt, um die Gottesfurcht zu üben. Der Wille aber, ist ein Fremdkörper konsekrierten Lebens, ein Fremdling der Vernunft, eine Einsicht des Verstandes um jeden Preis: Hoffnung.