Der Dom bietet Heil für alle die darin Trost suchen und es hat lange gedauert mich von ihm wieder zu lösen. Wenn ich heute wieder im Dom zu Gast bin, betrachte ich ihn wie einen alten Freund, der immer noch derselbe ist an seinen vielen Ort an denen man sich im Gebet zurückziehen kann. Es ist eine Liebe entstanden zum Hause Gottes und so ist das vertraute Gefühl auch in jedem anderen römisch/katholischen Gotteshaus, in denen ein Tabernakel steht, dem Freund vom Freund zu begegnen, der Liebe selbst anzuhangen, ihn mitzunehmen im Frieden wenn man das Haus wieder verlässt und ihn in der heiligen Hostie des Altares empfangen zu haben; ihn der zur Ehre der Altäre das Haus beseelt.

Ich weiß nicht, ich habe darin unzählige Gottesdienste mitgefeiert und bin dankbar für jede einzelne heilige Messe. Ein sauberes Haus, das von früh bis spät geöffnet hat. Viele Messen werden am Tag darin gefeiert und oft sind die Gläubigen schon bei den Frühmessen zu Gast am Tisch des Herrn. So habe ich den Steffl kennengelernt, als ein gastliches Haus in dem viele besondere Priester ihren Dienst an der Gemeinschaft tun. Ein besonderes Haus mit vielen Möglichkeiten sich auch im Gebet zurück zu ziehen und jeder Tag ist anders darin. Mal kommt eine Gruppe Musiker, welche Messe untermalt oder die jährliche Tiroler-Messe, jede Messe ist da etwas Besonderes. Am Besten oder am Schönsten sind aber die Frühmessen, wo die Stadt noch schläft, noch nicht so geschäftig ist und kostbar sind auch die Beichtgelegenheiten. Wenn man eintritt begrüßt einem das Heiligste Herz Jesu und wenn man den Dom wieder verlässt, sieht man ein großes Bild der hl. Therese von Lisieux. Es ist das Haus Gottes und dieses Gefühl begleitet einem in dem andachtsvollen Auditorium, in dem schon viele Generationen an der Messe teilhaben. Es gibt Menschen, die wirklich an jedem Morgen dort sind, um am Tisch des Herrn zu sein, freilich die von der Vorsehung leben und es gibt auch solche, die kaum eine Messe im ersten Bezirk in den vielen Kirchen rundum auslassen. Somit ist Wien auch für mich die schönste Stadt der Welt, die den Herrn aufgenommen hat.

"Keine Kraft irgendeines Feuers war stark genug, Licht zu bringen; nicht einmal der strahlende Glanz der Gestirne vermochte es, diese entsetzliche Nacht zu erhellen." Weish 17,5