Nietzsche schreibt das so: "An ihre beiden Kunstgottheiten, Apollo und Dionysus, knüpft sich unsere Erkenntnis, daß in der griechischen Welt ein ungeheurer Gegensatz, nach Ursprung und Zielen, zwischen der Kunst des Bildners, der apollinischen, und der unbildlichen Kunst der Musik, als der des Dionysus, besteht: beide so verschiedene Triebe gehen nebeneinander her, zumeist im offnen Zwiespalt miteinander und sich gegenseitig zu immer neuen kräftigeren Geburten reizend, um in ihnen den Kampf jenes Gegensatzes zu perpetuieren, den das gemeinsame Wort »Kunst« nur scheinbar überbrückt; bis sie endlich, durch einen metaphysischen Wunderakt des hellenischen »Willens«, miteinander gepaart erscheinen und in dieser Paarung zuletzt das ebenso dionysische als apollinische Kunstwerk der attischen Tragödie erzeugen."
Das Wort Gottes ist genauso, es koinzidiert und dann haben wir nach Nikolaus von Kues, den Zusammenfall der Gegensätze. Ähnlich vielleicht auch wie der dionysische Rausch, wo die Natur ein Fest feiert. Das Eine ist Naturphilosophie, das Andere im Grunde Geistlichkeit. Singularis, mit dem einen dreifaltigen Gott. So wie der Eremit, der die Einsamkeit sucht, um die Hingabe zu üben. Eine Tugend, die je nach Strenge perpetuiert.
Sich aufzuschwingen, zu den Gefilden hoher Ahnen, was erhebt und Poesie ist wie die Philologie, eine Liebe zum Wort. Es recht zu finden, zu beschließen, den Saum zu bilden und doch ist es ein Einfall, wie Licht, das in eine Höhle dringt.
Es ist ein Gleichnis, eine Gleichung, keine Suggestion wie Schopenhauer den Sinn deutet.
Die Gestalt ohne Größenbezug, dieses Synonym für den Koloss von Rodhos.
Man muss interpolieren können, glaub` ich, weil das ist ein Rhythmus-Thema.
Es ist wie ein großes Konzert, wo jeder seinen Ton hat, wie ein Töpfer und das Gefäß soll nicht wie dröhnendes Erz klingen, also wie eine Volksmenge.