Gedichte gehören zur Sprachschule und sind später vielleicht auch eine Vorgabe für die Entwicklung. Ebenso ist auch die Dialektik viel wert und ungleich mehr wie eine Rhetorik. Dennoch eine freie Kunst und als solche begleitend, aber nicht kommandierend. Kommandierend, im Sinne von Goethe, Poesie besitzt keine Doktrin. Das ist so wie die merseburger Zaubersprüche und Worte als Magie; da spricht jedes Vaterunser dagegen und jedes Kreuzzeichen meint eine Doktrin. So als wenn Sprache Sinn und Welt konstituieren könnten. Sie ist zu kurzgefasst und wider unsere Sinne gerichtet. Sie betört und das ist auch der starke Ausdruck von Poesie im Allgemeinen. Ein Spiel mit Worten ist wie Ockhams Rasiermesser, nahe der Eitelkeit, aber das ist schwer zu sagen, weil Ausdruck ist in jedem Sinne ein Versuch zu konstituieren, die Mauern zu überwinden.
Oft sind es die Frühwerke der Philosophen, die sie hervorstechen lässt. Nietzsche, Schopenhauer sind Beispiele dafür. Bei Hegel waren es die Gedichte in seiner Jugend und Dilthey interessierte sich sehr dafür.
plus ultra oder etc pp.
Die Götze besteht im Entwurf in seinem Wortlaut, aber ein altes Sprichwort sagt, der auf den Gaul gesetzte Bettler reitet das Tier zu Tode. Alte metaphysische Betrachtung und oft wird ein Aphorismus eben eine Bauernfängerei, wie bei Shakespeare, wo das Schauspiel jene Schlinge sei, die dem König sein oder vielmehr das Gewissen bringe. Auch Shakespeare dürfte sich der alten asiatischen Poesie bedient haben, wie im Lieben, das ein Fieber sei. Oh Arzt, heile dich selbst.
Aber so gesehen, gibt es mehr Götzen als Realitäten, wie Nietzsche sagt. Es sind halt Imagos, wie Wotan, der Dichtergott bei C.G. Jung.
Vermutlich weil sie Nachahmer sind, frei nach Nietzsche. Fünf Originale der Menschheit, Jesus, Konfuzius, Buddha, Mohamed und Sokrates. Ein Erlöser und viele menschliche, allzumenschliche Tatsachen.
Sprache ist auch nur ein Wort: siehe Christus.
Erreicht aber genau so viel und das ist das Problem.
So wie König Salomo, nur mehr.
Diese Poesie ist wie Latein, Terminis der Sprache.
Jede Zeit hat ihren Geist und Latenzen; Ressentiments; Dekadenz, Degenereszenz.
"In der heutigen Musiktheorie bezeichnet Kadenz (italienisch cadenza, von lateinisch cadere, fallen, enden‘) meist eine Akkordfolge, die den Abschluss eines Abschnitts oder eines ganzen Stückes artikuliert." Wikipedia
Betrachtungen zu sublimieren.