Zwei Daten, zwei Fakten. Es ist spannend zu sehen, wie La Salette und Anna Katharina Emmerich auf den selben Umstand referenzieren, dass der Satan auf eine Zeitlang sollte freigelassen werden, weil Gott die Welt in besonderen Maße strafen möge. Was also hat sich geändert seit 2000 Jahren, sodass es diesen Umstand benötigt? Das ist viel Zeit und es geht um Zeit, wie hier in dieser Passion: "Weh aber euch, Land und Meer! / Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen; seine Wut ist groß, / weil er weiß, dass ihm nur noch eine kurze Frist bleibt." Offb 12,12 - Zeit ist relativ, wenn man betrachtet, dass für Gott 1000 Jahre wie ein Tag sein können. Es ist eine Frage der Erinnerung, besonders wenn es um`s Strafen geht oder um eine Wut, bis eine Verzeihung möglich erscheint, gesühnt wurde oder vergeben. Man merkt nur, da ist jemand nervös, wenn es plötzlich an zwei Stellen unabhängig der Orte und Zeiten heisst, dass der Teufel, Satan plötzlich freigelassen worden wäre, weil Gott das erwirkt hat. Ging es darum, dass der Mensch besser wird oder dass es Satan verwehrt bleibe, dass es Böses auf der Welt gibt? Natürlich kann man sagen, dass man mehr beten solle, um das zu verhindern und dann haben wir noch den Aspekt der Vorsehung. La Salette (1846) und Emmerich † 1824, wobei Emmerich ihre Vision bereits vorher hatte und eine andere Zeitspanne nannte, als das in La Salette der Fall war. Laut Emmerich wäre die Freilassung Satans auf etwa 50-60 Jahre vor dem Jahr 2000 datiert worden. La Salette nennt das Jahr 1864 für die Freilassung Satans, so als müsse es sich noch dazwischen drängen. Seltsam, oder nicht? Es gibt dazu kein offizielles Statement der Kirche, wozu auch, es sind Privatoffenbarungen und nur weil die Kirche ein Ereignis, einen Ort als himmlisches Ereignis bestätigt, kann man nicht sagen, dass davon ein Wahrheitsgehalt abhängig wäre. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Was wären das für Früchte, wenn der Satan freigelassen wäre? Es wären keine Früchte, weil der Satan an dieser Erkenntnis zugrunde ginge, dass es eine Menschwerdung gibt. Er versucht diese ja zu leugnen, daher bereitet sie ihm eine unvorstellbare Einsicht. Etwas, das er scheut. Natürlich kann er die Menschheit verführen und verderben, wenn Gott es zulässt, aber ging es um den Grad einer Besessenheit, wenn man die Menschheit betrachtet, die an Dinosaurier glaubt oder einen Urknall? Es sind Dinge, die keinen Wert haben, wie das ewige Leben. Man kann sagen, dass einem nichts beunruhigen soll. Gott gibt uns nicht dem Wolf preis, sondern gab sich selber hin und diesen Preis, dieses Lösegeld hinzulegen, um von der Knechtschaft der Sünde freizukaufen, ist und war niemand sonst im Stande. Dann findet Satan kein Werk mehr an den Erlösten, weil er den Preis nicht mehr verteuern kann. Also, was wird hierbei verteuert, wenn es um La Salette oder Emmerich ginge? Geht es um Erkenntnis? Was nützt sie für die Ewigkeit? Satan, ein zeitliches Paradoxon, welches der Vorsehung nicht genügt.