La Salette spricht also gegen die Vision der Anna Katharina Emmerich. Welche ist nun richtig? Das Ereignis ist das Gleiche, aber die Zeiten sind unterschiedlich. Wahrscheindlich sind beide falsch, aufgrund des Kalküls.Betrachtet man den zeitlichen Fokus, gibt dieser an beiden etwas her, doch nur die Vision der Emmerich reicht bis in unsere Tage. 1846 vgl. Anna Kathatina Emmerich, gestorben 1824. 1864 sollte Luzifer samt Anhang auf die Welt losgelassen werden, lt. La Salette. Emmerich schreibt von 50-60 Jahre vor dem Jahr 2000. Es könnte auch eine geheime Metaphysik sein. Die Offenbarungen sind abgeschlossen und zwar schon mit dem Evangelium. Paulus ist der Nacherzähler und tritt gegen lehrende Frauen auf, wie das in den Marienoffenbarungen der Fall ist. Kirchenlehrerinnen sind per Definition anders als apokalyptische Unheilsgestalten, die außerhalb der Kirche nach Unheil suchen wie Nostradamus und sie bedrängt. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass es über das Evangelium hinaus eine Privatoffenbarung gibt, die frei nach Aloisyos von Gonzaga, für die Ewigkeit oder die Tugend nutzen hat. Wir sprechen dann von einer Sakramentalie, wie dem Skapulier, dem Rosenkranz oder dem Weihwasser. Tugenden im weiteren Sinne bieten diese keine, wenngleich einen Anhang an Möglichkeiten, wie der Rettung vor dem Verderben. Auch hierbei kann man apokalyptische Vorstellungen von der Demagogie unterscheiden. Wie hat sich die Kirche verändert, seit diesen Marienerscheinungen der Erkenntnis? Glaubensabfall. Wie haben sich diese Lehren der Offenbarungen aus den Marienerscheinungen in den Jahrhunderten verändert? Nur bei Dogmen gilt ex cathedra. Fakt scheint, dass auch die Emmerichtexte befremdlich wirken, bis auf die Genannte. Die Christozentrik ist dabei sekundär. Es sind also Texte, die verführen, zumal von Apokalypsen die Rede ist. Welchen Wert haben endzeitliche Prognosen, wo denn die Endzeit schon seit Christi Himmelfahrt besteht? Maria tritt als Gnadenvermittlerin auf, vermittelt daher das Gute, tut die Werke Gottes, bekräftigt sie und totus tuus, bekennt - was er euch sagt, das tut. Was also nützt es, wenn man die ganze Welt für eine Botschaft gewinnt, deren Zeugnis ein Schaden ist? So wie beim Armen Lazarus spricht Gott in dem Gleichnis von Vorsehung, derer man nicht so einfach gewahr werden kann, um Brüder zu warnen, weil die Kluft zu groß ist, zwischen Leben und Tod. " Prüft alles und behaltet das Gute!" 1 Thess 5,21 bzw. "Niemand ist gut außer Gott, dem Einen." Mk 10,18 Freilich sind diese Betrachtungen zu kurz gegriffen, wenngleich die Eckpunkte klar sind. Wir haben also hier, Hiobsbotschaften, welche in einer selffullfilling-prophecy münden, die es zu vervollständigen gilt. Der klare Manko scheint schier im Abfall vom Glauben festzustecken und das sieht oder erklärt sich an den Zahlen derer, die sich von der Kirche Christi abwenden. Stattdessen sucht man sein Glück in der Menschenfurcht zu finden, so denn die Gottesfurcht dafür nicht ausreicht, die sich eben komplett anders darlegt. Es ist die Furcht, Gott zu verlieren, der ein eifernder Gott ist und man kann ihn verlieren, indem man ihn durch Sünden beleidigt und falsches Zeugnis gibt. Indem die Kirche eine Marienerscheinung anerkennt, spricht sie sich dafür aus, dass deren Inhalte nicht von der Glaubenslehre abweichen. Ja, aber geht es denn dabei überhaupt um ein Abweichen von den Glaubensinhalten oder will man einer Doktrin folgen, die einem zum Besten gereicht, um zu sagen; ich hatte das eh schon gewusst, sich zu bestätigen? Dann ist es ein Götzenkult und die Frage nach dem eindringlichen Gut der Botschaft bleibt subjektiv. Man hat Marienfried nicht anerkannt, wozu dann auf Medjugorie sinnen, wo es heisst, man werde vom Ungeziefer verfolgt, da man von Gott abgefallen sei. Man mag davon halten, was man will, aber der Unterschied zu einem Wallfahrtsort und eben einem solchen Ereignis ist der Ablass. Was einem zum Heil gereicht, ist nicht der allenfalls von der Kirche bewilligte Erscheinungsort, sondern das Wirken der Kirche durch den Ablass der verdienten Sündenstrafen. Sightseeing ist es ja nicht oder wenn man zur Kirche geht, sieht man sich auch nicht um und zählt, wie viele Messbesucher da sind. Es sind immer genügend und wenn man die Messe mit nur mit dem Priester alleine feiert, dann freut man sich doch umsomehr, wo man doch die Stunde nicht kennt, wo der Herr erscheint und in der Heiligen Messe tut er es. Ob jetzt da Tausende mitfeiern, ist für das Messopfer unerheblich, weil das Altaropfer Christi in der Vereinigung des Priesters als Hohepriester mit Gott geschieht. Also, kann man schon sagen, dass die Messe zum Volk hin gefeiert wird, wie das mit dem zweiten Vatikanischen Konzil üblich ist, aber der Höhepunkt bleibt doch und innständig in der Wandlung; eben wo der Priester sich mit Jesus, dem Hohepriester vereint und den ewigen Leib Gott darbringt. Auch wenn es nur einer ist, der dem beiwohnt, als Zeuge jener Offenbarung. Priester und Hohepriester bilden den Höhepunkt der Heiligen Messe vor Gott, nicht vor den Menschen.