Natürlich kann man Satan nicht lieben, man muß ihn verachten, aber wie kann man gekonnt verachten, ohne sich einer Sünde, einer Schuld zu überantworten? "Der Engel des Herrn sagte zum Satan: Der Herr weise dich in die Schranken, Satan; ja, der Herr, der Jerusalem auserwählt hat, weise dich in die Schranken. Ist dieser Mann nicht ein Holzscheit, das man aus dem Feuer gerissen hat?" Sach 3,2 und dann hat man die Sachen alle da. "Als der Erzengel Michael mit dem Teufel rechtete und über den Leichnam des Mose stritt, wagte er nicht, den Teufel zu lästern und zu verurteilen, sondern sagte: Der Herr weise dich in die Schranken." Jud 1,9 Das ist genau der Ansatz, um den es in der Feindesliebe geht; der Schranken. Das Andreas-Kreuz zB., bei jedem Schranken; der hl. Nepomuk, Patron des Beichtgeheimnisses, bei vielen Brücken. Also es ist die Frage, ob denn ein Bahnübergang bspw. auch eine Brücke ist. Dann hat man als Verbindungsstück eigentlich nur den Beichtstuhl. Der Feind, auf der anderen Seite des Schrankens oder der Brücke, wenn man so will. "Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte." Lk 16,26 Also, diese Brücke, diese Extreme, wo Gott da eigentlich die ganze Zeit predigte und mit den Sündern aß und trank. Aus dem Schranken, macht er einen Abendmahltisch und dann vermehrt er die Gaben, wie Fisch, wie Brot. Die Brücke wird zum Hochzeitsmahl und doch finden einige keinen Platz am Tisch, sondern sie sind dann wie der Arme Lazarus, unter dem Tisch und dieses selbstgefällige Jubeln hört auf.
Der nächste Step ist natürlich der: Ich vergebe. Das kann man natürlich leicht sagen, in Anbetracht der heiligen Schrift, worin steht: "Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr." Röm 12,19 Gottesfurcht ist dann, wahrscheinlich nur ein Hilfsausdruck. Ein Herz, wenn es einmal entschieden hat, hat einen Engel auf seiner Seite. "Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht." "Achte auf ihn und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig." "Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen." Ex 23,20-22 Da geht es gar nicht um sakrosankte Gerechtigkeit, weil die Weisheit mit dem Engel mitgeht.
"Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!" Phil 4,4 Für Kranke ist das ein Problem. Das Heil im Namen Jesus ist der Türgriff zur Beichte, wenn man diese Türe schließt. Ist hingegen eine offene Beichtmontur ein Problem? Ein Problem ist wahrscheinlich, wenn der Priester keine Stola trägt, aber selbst das, Vollmacht ist Vollmacht und was der Herr gab, soll der Mensch nicht trennen.
Der Determinismus ist auch ein Thema, weshalb Jesus sein Attribut als Erlöser wahrnahm, so wie Nietzsche schrieb: Die Leichtfüßigkeit ist das erste Attribut der Göttlichkeit. Warum die Träge der Urheber des Determinismus ist oder Schopenhauers Wort trifft hierbei freilich auch zu: Der Sinn und das Wesen der Zeit ist die Suggestion. Zeit als etwas Träges; freilich kann man alles durch die Beichte lösen, aber wer hat schon den Segen in seinen Knochen, sodass er die Gnade wieder sucht? Diese Liebe ist der Anspruch, eben nicht alles leichtfertig anzufassen. Wenn der Mensch zur Beichte findet, kann er der Acedia entfliehen, das Böse davon abstreifen, denn nichts ist einzuwenden gegen die Gemütlichkeit, gegen das Gemüt, zumal es Andere nicht belastet. Natürlich kann man den Einwand wähnen, dass die Engel welche neutral bleiben wollten, aus dem Gemüt gescheucht wurden. Nun, diese stoische Geisteshaltung bewahrt einem vor schweren Fehlern. So ist jede Form der Analyse des Himmlischen schwierig einsehbar. Man kann natürlich mutmaßen, aber das tun Tiere auch.