Man kann sagen, dass der Determinismus eigentlich ein Ausdruck des Weltwillens ist, so wie die Geburt aus der Tragödie heraus. Das bezeichnet Nietzsche als eine dionysische Welt, die durch Zerrissenheit oder Gespaltenheit einen Wunderakt vollzieht, wie die attische Tragödie den hellenischen Willen. An Verderbtheit grenzendes Kalkül der Verwünschung. Man kann also keinen besseren Menschen erwarten, wenn man es mit schlechteren zu tun hat. Man muß also suchen und finden, um das gerechte Maß zu erfahren, unabhängig der Schuld und dessen Erbe der Vernunft. Vernunft ist nicht alles, Verstand ist vielleicht das Heilmittel, aber nur als die Gegenwehr zum aufgetragenen Willen. Kann der Mensch also ohne einer Religion wollen? Das eben ist die Frage. Muß der Mensch religiös sein, um einen Willen zu bekräftigen? Wenn man sagt: Ich will; wie das die Eheleute tun. Warum sagen sie nicht: Gott will, wenn das doch ein Sakrament ist? Das eben ist ein Determinismus, der oft in einer Theodizee terminiert. Woher also der Wille? Kann man das prüfen? Ein Abzeichen erfahren, wie die Geburt einer Nachkommenschaft? Ist das ein Wille? All das wird geprüft vom eigenen Verstand, dabei wurde eigentlich nur Ursache und Wirkung vertauscht, in einer Kausalitätsfalle verwirkt. Kann jemand etwas dafür? Tatsächlich nicht, obwohl, sollte bereits vor der Ehe ein Kind da sein, hat man das Problem von "Denn die Kinder eines sündigen Beischlafs / treten im Gericht als Zeugen auf / für die Schlechtigkeit ihrer Eltern." Weish 4,6 oder eben "Mein Volk kommt um, weil ihm die Erkenntnis fehlt." Hosea 4,6 . Man kann es sich dann aussuchen, wem man die Schuld zuweist. Ob jetzt Gott dem Priester die Schuld gibt, der ihnen traute, der sie traute oder eben die Unzucht, welche einer moralischen Prämisse anheim fiel. Man hat dadurch keine schlechteren oder besseren Eltern. Es ist, der Mensch ist der Sünde ablässig, wenn Gott ihm verzeiht, aber das ist halt ein Problem der Nächstenliebe. Nicht der bessere Mensch, sondern der gute Mensch, der von Gott gut erschaffen wurde, als sein Gut erschaffen wurde, sein Besitz und Eigentum ist von Relevanz. Die Nächstenliebe ist dann die Frage nach der Hoffnung, welche dieser Glaube an den Willen hervorbrachte.
"wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm." Mt 5,41 Was heißt das, im Sinne dessen was ich über den Determinismus schrieb? Es heißt nicht, sich zwingen zu lassen, weil der Herr Jesus ist. Es bedeutet vielmehr, dem Zwinger darin zu entsagen, dass man ihm die Substanz entzieht. Es bedeutet nicht, die Gewaltverbrecher zu mehren und doch, wie man den goldenen Schnitt erreicht: "was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" Mt 7,12 Es bedeutet nicht, dass man andere knechtet und schlägt, bis der Herr kommt.
"Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden." Dan 5,27 Leichtfertigkeit, aber was ist Leichtfertigkeit? "Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen." Mt 23,4 Nietzsche wähnt hierbei: Müßiggang ist aller Laster Anfang. Wie wohl und dann kommt auch noch die Niedertracht hinzu, um eigentlich nur Substanz, Gewicht zu finden.
Jesus betont das Wort "Nehmt euch aber vor den Menschen in Acht!" Mt 10,17 Also er geht hierbei nicht auf gewisse Menschen ein, sondern auf ein Kollektiv.