Man hat bei Christi Haupt nun zwei Aspekte im Vordergrund. Erstens die langen Haare in den Darstellungen und Zweitens die Dornenkrone. Das Haupt Christi wird auch Sitz der göttlichen Weisheit genannt und somit ist eine Torheit ausgeschlossen, wie jene welche der Völkerapostel Paulus explizit anmerkt, dass es also eine Schande sei, Christus so darzustellen, mit langen Haaren welche der Frau als Huld und Ehre gegeben sei. So aber verdeckt die Dornenkrone den Sitz der göttlichen Weisheit. Eigentlich ist es damit eine Theodizee, das Haupt Christi zu verwirken, es zuschanden zu machen, wo doch die ganze Weisheit der Schöpfungsgeschichte sich perpetuiert hat. Mehr noch, der ganze Leib wird zur Schau gestellt, der erschaffenen Welt, wogegen er selbst hin gezeugt wurde. Es ist eben dieses Ecce Homo Geheimnis, ihn dem Volk zu überantworten, dessen Richter er ist. Man sieht insofern von der Ergötzung ab, indem man den wahren Gott am Kreuz betrachtet und dieser Anschein trägt eine Dornenkrone, anstelle des langen oder kurzen Haares. Wenn wir also den Leib Christi empfangen, gedenken wir seinem bitteren Leiden. Man wohnt also keiner Ergötzung bei, sondern der Marter Christi und so begreifen wir, welchen Trost er uns schenkt, wenn er uns segnet, am Ende des Gottesdienstes.