Die Gnadenmutter im Dom mit nur einer Hand. Es ist Kunst und Kunst ist unvollständig, so wie Goedel im Unvollständigkeitssatz referenziert. Die Begrenztheit aller Kunst; Goedel in Anleitung der Principa Mathematica. Man kann in einem formal dargelegten System, wie das auch ein Kunstwerk darstellt, keine Aussage über das System machen, ohne einer Metasprache also Physik zu bedürfen. Goedelisierung; Goedel starb an Unterernährung, sein Gottesbild blieb stumm. Es gibt darin kein an sich, sondern nur ein an und für sich. Ein an sich stünde hierbei für einen Logos, eine Vernunft oder Weltvernunft doch hier gilt Hegel: „Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau läßt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug. “ - Man erinnere das Bild der Madonna mit den sechs Fingern in Maria Laach.

Ist Vernunft gleich Moral? Leider nein, denn Vernunft stünde ja für etwas wünschbares, Moral hingegen steht lediglich für eine Umkehr der Werte. Mehr noch, denn Moral ist auch das Mittel zum Zweck. So ist es die Moral einen Hammer zu gebrauchen, auch wenn dieser nur nach Schwachstellen in einer Fassade sucht. Die Moral eines Werkzeuges, eines Instrumentes, einer Tugend oder einer Hoffnung. Sie versetzt das Geschöpf in Kontemplation. - Kommt ein Reicher in den Himmel, selbst wenn er ein Skapulier trägt? Nein. Die Kluft von Armut ist schon sehr groß und dann zu sagen, man wäre ja nicht reich, ist auch schwierig. Wer kommt dann ist den Himmel? Ein Kamel, wenn es den Weg durch ein Nadelöhr findet und ihn geht. Selig die geistig oder geistlich Armen. Geht es also in dieser Seligpreisung um das Kapital des Trostes? Dann könnte man wähnen, selig die Trostlosen, aber er spricht ja auch von Trost. Arm ist jemand, der keine Realität besitzt, der kein Gut hat. Reich ist, wer real bedingt, begütert ist, wo doch Gott alleine gut ist, wie Jesus sagt. So ist die Anzahl der Kirchen gewachsen, Jahrtausend um Jahrtausend und Gott sieht das von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Die Arme, die da aus dem Höllenpfuhl ragen, "gebt mir mein Reich", ist schwierig oder? Es heisst ja im Vaterunser, dein Reich komme. Dein Gut, Deine Person, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der Rest ist dann, eine Idee.

Splitter im Auge des Bruders oder aus dem Blickwinkel des Limbus heraus? Diese Grenzwerterfahrung, diesem Saum zu genügen, den Goethe als sonnenhaft meint. Ist denn der Sonne genug im Limbus, dem Ort der Gottferne? Das nennt man Frevel. Das Merkwürdige, dass dieser für den Kontrast vermutlich notwendige Limbus einer Symbiose entspricht, er also wie Paracelsus meinte, diese Tierheit kennzeichne und wohl all seine Affekte, wie bspw. die Gier.

Jesus sagt a priori zwei Dinge: 1. "Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes." Mk 10,14 und 2. "Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen." Mk 10,15 Dann sagt er a posteriori aber "Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!" Mk 10,23 Dann erweitert er und sagt: "Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen!" Mk 10,24 und dann eben dieser Satz, der mit Sanftmut perpetuiert: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Mk 10,25 und dann erschraken alle und die Hauptfrage bleibt bestehen: "Wer kann dann noch gerettet werden?" Mk 10,26 Die, die nur Gott lieben, so wie ein Kind, einfältig im Herzen. Ist so jemand nicht arm, oder muss man den ganzen Tisch des Abendmahls bedienen? Wenn man der Diener aller sein soll und groß sein soll? Wie groß soll das Kind sein? "Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen." Lk 10,41