"Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden." Dan 5,27 Hier wird von Herrschaftsverlust gesprochen. Wir alle lieben die Herrschaft und nennen es Freiheit. Ja, aber wie können wir Liebe stärken? Indem wir nachgeben und somit unser Gewicht verteuern. Der Papst nennt hier Beispiele und ich denke er meint damit genau das, die Revolution der Liebe verteuert diese und gibt ihr mehr praktisches Gewicht. Es wird schwerer sich dagegen aufzulehnen. Einen anderen Grund für eine Revolution der Liebe kann ich mir nicht vorstellen. Umgeformt meint dies wohl: Teile und herrsche oder in den Worten des Pontifex: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Am Ende sind wir schwach und haben gar keine Herrschaft mehr. So wird dies zur Tugend, die den Verzicht meint, auf Dinge die wir ohnehin nicht halten können. Es ist doch vielmehr die christliche Nächstenliebe damit gemeint, anderen zu verzeihen, die unsere Herrschaft schmälern wollen. Was liegt also daran? Weniger Götzendienst, vielleicht oder aber die Sicht des herrschenden Gottes, der alles besitzt, auf das menschliche Kleinod. Zugleich meint die Revolution der Liebe wie er es nennt, auch deutlich die Demut. Den Mut zu demaskieren. Meint dies, dem Sünder zu sagen, dass er sündigt? Nein, denn wir sind alle unter der Herrschaft der Sünde und erst durch unsere Erlösung erlangen wir Frieden. Demaskieren meint in diesem Kontext wohl die Selbsterkenntnis, das Selbstbewustsein zu gewinnen und Dienst an der Wahrheit abzuverlangen, Wahrheit zu erlangen, das Echte, Unverlorene der Nachwelt zu bezeugen.

Die Unterscheidung von Schicksal und Vorsehung. - Das Evangelium spricht von der Vorsehung, während die Anhänger das Schicksal wähnen. Diese Erkenntnis spitzt sich wohl in der Johannesoffenbarung zu. Die Frage, wo Luther hier abgebogen ist, um anstelle der Vorsehung eine Zwei-Schwerter-Prädestinationslehre zu ergründen. Nimmt er dadurch gar die Rolle eines Apostels ein? Es ist eine Art von Metaphysik wenn er quasi mit dem hl. Augustinus einstimmt, welcher wähnt dass man tun könne was man wolle, doch ist es wirklich eine Frage des Willens oder aber der Liebe? So sagt die hl. Therese von Liseux, Doktor der Kirche, dass ein Sünder jener wäre, welcher die Sünde liebt. Wo liegen also die erkenntnistheoretischen Grenzen zu Luther und dem hl. Augustinus? 

Latent ist nicht präsent; Jesus meint, die Realpräsenz. - Was ist Präsenz? Die Vorsehung. Schicksal ist meißt die Wirkung von Latenz. Wenn also ein Sterndeuter in die Sterne blickt, sieht er was früher war, aufgrund der Entfernung, oder dem latent wirkenden Licht. Jesus hingegen ist selbst das Licht und Saum der Gestaltung. Film und sehen wir auf Schicksale, meint das die Tagesmedien. Präsenz nennen wir die Gegenwart und somit die Fülle aller Gnaden. Im Mittelalter galt bspw. die Sonne als christozentrische Wesenheit.