Das Gericht über die Völker. Das ist wie Babel, wo einer das Wort vom Anderen nicht versteht. Ein Satan, eine Welt; was braucht man da ein Naturvölkergericht? Um ein Naturrecht zu entscheiden? Wird jetzt der Löwe gerichtet, weil er eine Antilope fraß oder der Wolf weil er ein Schaf riss? Das Recht des Stärkeren heißt dann nicht, dass Gott sich an die Spitze stellt, weil er solche Grundlagen meidet. Obwohl, Jesus gebraucht die Parabel vom guten Hirten, an König David angelehnt und da übernimmt er quasi das Anrecht auf dessen naturrechtlichen Thron. Zum Einen das Naturrecht, wo das Recht des Stärkeren gilt, wenngleich David und Goliath wohl dagegen spricht, sich aber dann doch darauf hin ausruht, zumal das Alte Testament lediglich dem Naturrecht genügt und somit auch der Naturreligion. Durch das Gericht Jesu enthebt sich diese Naturreligion und wird gemäß der Kirche als Sekte eingeordnet, wo es kein Heil gibt. Folglich wähnt auch Jesus, dass wer nicht glaubt, bereits gerichtet ist. Also wozu dann ein Gewicht über die Völker? Doch lautet die christozentrische Botschaft auch so, dass Jesus das Evangelium aller Kreatur verkünden will. Er will ja, dass alle gerettet werden und das schließt auch die Völker der Erde mit ein; klar. Braucht es da jetzt aber extra ein Gericht für die Völker, wenn diese ausschließtlich von ihren Primaten her, dem Naturrecht genügen? Ist da nicht dasselbe Recht geltend, wie über das Individum oder geht man im Grunde gar nicht von einem solchen Principium Individuationis aus? Dann hat man auch die kollektive Schuld, das kollektive Gewissen und Sprüche die vom Einzelnen in das Gesamte hin transzendieren. Gleiches tut auch der Papst, wenn er Urbi et orbi ausspricht, es betrifft den ganzen Erdkreis und bewirkt was er will, so wie Jesaja sagt: "so ist es auch mit dem Wort, / das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, / sondern bewirkt, was ich will, / und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe." Jes 55,11 So ist das persönliche Gericht mehr als das besondere Gericht, weil es jeden Einzelnen betrifft und auch Gruppen, die auf die Individualität verzichten und gemeinsam sündigen.
„Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.“ Mt 3,2
Damit ist klar, dass eigentlich jeder umkehren kann. "Das Volk, das im Dunkel lebt, / sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, / strahlt ein Licht auf." Jes 9,1 Auch der unwürdige Empfang des Leibes Christi birgt das Gericht und so kann man sagen, dass nur jene die dem Gericht verfallen sind, gerichtet werden, andere aber wiederum nicht gerichtet werden. Auch das wäre gültig, vgl. jene welche am Lebensende noch den heiligsten Namen Jesu aussprechen und sofort in den Himmel kommen. Werden diese dann ob dem Himmel zum besonderen Gericht überführt? Wohl kaum! Es gibt hierzu auch noch weitere Anzeichen, welche den Glauben der Person a priori stellen und jene retten, die eben glauben, so wie der eine Schächer der mit Jesus gekreuzigt wurde und sofort erlöst worden ist. So entscheiden also die Tugenden? Es hat Vorteile christliche Tugenden zu üben obgleich der Ewigkeit. Zu erwähnen bleibt schließlich noch die Erbschuld, von welcher Jesus durch sein Leiden und bitteres Sterben erlöst hat. Wenn jemand nicht an Jesus glaubt, kann die Erbschuld das nötige Lösegeld für diese anhaftende Sünde einfordern und da heisst es, dass Gott den Sünder bis zur Vernichtung hin schlägt und dann ist die Frage ob denn die eine Wange ausreicht, um an Christi zu glauben.