Lebe in deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf. Dieser Satz von Goethe an Schiller bedarf wohl einer Umformung. Lebe in deiner Zeit, aber werde nicht ihr Geschöpf. So kann man sagen, man werde, die Zierde seiner Zeit; uneinholbar, am Zenit der Erfüllung, am Puls der Zeit, frei der Zeit, erfüllt von Raum. Parsifal - Zum Raum wird hier die Zeit; ist falsch. Zum Raum wird hier alles außer der Zeit. Wo Goethe den Homunculus im Faust II. wähnen lässt: Natürlichem genügt das Weltall kaum, was künstlich ist, verlangt geschlossenen Raum. - und wenn man diesen Homunculus ins gerade Licht rückt, hat man: Künstlichem genügt das Weltall kaum, was natürlich ist, verlangt geschlossenen Raum. Die Hülle, jeglicher substantieller Erfahrung, Blume oder Tier, oder Gestein, Gestirn, all das was Natur im Innigsten zusammenhält; wo Harmonie entsteht, wo alles sich zum Ganzen webt; eins in dem Andren wirkt und lebt. (Goethe, Faust I.)
Die Anrede: Geliebte im Herrn, bezieht sich auf das Jahr des Herrn. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass die Ökomene Recht hat, ohne diesen Standpunkt zu mögen, denn es bedeutet, dass jeder wegen der Ĺiebe geliebt werden soll. Das ist freilich absurd, so wie alle Schwäne weiß zu sehen, oder vereinfacht von schwarzen Schafen zu sprechen. Fakt ist jedoch, dass alle Menschen lieben und geliebt werden wollen, doch auch der Sünder liebt die Sünde, wobei wir Gott als Schöpfer den Herrn wähnen, der uns alle erschaffen hat durch seine Hände, ergo in seinem Jahr, dem Jahr des Herrn und so hinterfragen wir auch das Jubeljahr in dem wir uns gerade befinden. So wie Urbi et orbi, der Stadt und dem Erdkreis Segen zuteil wird, ebenso meint dies die Anrede, Geliebte im Herrn. Darüber hinaus jedoch gilt die Gegenliebe a priori, wenn von Liebe gesprochen wird. So meint dies die heiligmachende Gnade, welche wir erlangen wenn wir gut beichten und darob in der Liebe Gottes seinem Sohn gestärkt werden, indem wir das allerheiligste Sakrament des Altares empfangen und anbeten. Also wo liegt nun der Unterschied? Im Bekenntnis, also dem Glauben, der Konfession ergo der Wahrheit. So, wenn man als Mensch sagt, ich liebe dich, denn du bist mein Gott, so bist du es auch für meine Geschwister, die Mitmenschen. Du bist mir Gott, weil ich dein Mensch bin, in dem deine Seele wohnt. Dies ist jedoch keine Erkenntnis des Neuen Testaments wenn wir da von Endzeit reden und die Zeit nach Christus nennen, unser Geburtsjahr, sondern auch etwa 500 Jahre zuvor sagte schon Jesaja "Und doch bist du, Herr, unser Vater. / Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, / wir alle sind das Werk deiner Hände." Jes 64,5 und auch im Alten Testament wird schon der Heilige Geist verehrt. "Denn der heilige Geist, der Lehrmeister, flieht vor der Falschheit, / er entfernt sich von unverständigen Gedanken / und wird verscheucht, wenn Unrecht naht." Weish 1,5 . Allein das Neue Testament erfüllt den Glauben an den Sohn des lebendigen Gottes in dessen Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit. "Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!" Mt 16,16