Auch in der Ehe ist das Zölibat mitgeboten, ebenso wie für Laien, denn es gilt a priori die himmlische Ehe und der Bräutigam der Seele ist Jesus Christus. Ehe ist kein Freibrief für zügelloses Verhalten. Dass man die Braut küssen darf, ist kein Freibrief der Kirche. Da unterscheidet sich das Alte Testement vom Neuen Testament, doch wir betrachten die Neue Eva, Maria - die Muttergottes und ihre Jungfräulichkeit. Das Intime, bezieht sich im römisch/katholischen Glauben auf den Beichtstuhl und da auch nur nach dem Maß, sich nicht in den Worten zu vergreifen, denn wir werden einmal wegen unserer Worte gerichtet. Es ist also nur der gute Rat, die Keuschheit zu beobachten, gleich ob Ehe oder nicht. "Allen aber, die ihn aufnahmen, / gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, / allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut, / nicht aus dem Willen des Fleisches, / nicht aus dem Willen des Mannes, / sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden / und hat unter uns gewohnt / und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, / die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, / voll Gnade und Wahrheit." Joh 1,12-14

Es allen Recht zu machen, ist eine Kunst, so wie auf einem Drahtseil zu balancieren. Nicht jeder ist dafür geeignet und viele stürzen ab. Besser ist es, mit dem Engel zu leben, der einem den Weg bereitet, wenn man im Stand der Gnade bleibt oder wieder zu diesem zurückkehrt durch die Beichte. "Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht, / den Glaubenden ist sie angeboren." Sir 1,14

Wenn man das genau betrachtet, erklärt sich somit das kollektive Gewissen als den Rückgang der Bevölkerungsdichte in den christlich geprägten Ländern; allerdings ist das wohl mehr der Versuch, Geld abzuschaffen und durch fromme Gaben zu ersetzen, was uns allerdings auch den Wohlstand raubt. Wie sinnvoll das ist, kann man nicht sagen, aber die Situation, dass Geld immer ungerecht verteilt ist, gibt wohl zu denken, ob dem Gefühl, dass einer besser ist als der Andere, wenngleich das Leben atypisch für alle endet auf dieser Welt. All das sind aber Gedanken, die für wenn man so will, die Politiker anstehen wo es um die Finanzkraft einer Wohlfahrt geht, die uns freilich alle angeht, als der Staat, der obligatorische Zusammenhalt, gleich welcher Einflüsse. Wenn man allerdings den Staat verschlanken will, verzichtet man auch insgesamt auf das System der Vernunft, was schwierig ist, allerdings gibt es Situationen wo auch die Unvernunft vernünftig erscheint, daher kein Optimum darstellt. Jedes System ist endlich und gut gemeint, wenngleich auch nicht unendlich und christlich gemeint. Man muss sich dann wohl von seinen jeweiligen Begabungen leiten lassen, was wohl auch sokratische Einsichten mitbringt, dass man sich nicht für alles Erdenkliche vor den Karren spannen lässt, sondern mit Bedacht die Gnaden seines Lebensweges wählt, zu denen einem der ewige und gütige Gott rät. Wie erkennen wir den Willen Gottes? An der Zufriedenheit, denn Gott ist ein Gott des Friedens und der Freundschaft.