Johannes der Täufer lebte in der Wüste, schnitt sich ergo nicht die Haare und dieses sei das Imago Christi geworden, das nicht würdig war ihm die Schuhe aufzubinden (Joh 1,27), wie dieser sagte und das Jesus als Elija bezeichnet hatte, der wiederkam (Mt 11,14) und den man dann am Kreuz in der Botschaft Christi zu Gott machte, den er anrief vgl. Ps 22,2 und Mk 15,34. Da ist eben der Kontext aus der Betrachtung geraten. Der Sprung vom Psalm Davids hin zu Elija, den Patron der Sterbenden bei den Juden. Es ist daher zu einer Verschmelzung gekommen, vgl. "Umsonst versucht der Schmelzer zu schmelzen; die Bösen lassen sich nicht ausscheiden." Jer 6,29 Dann ist das eigentlich eine Einstimmung auf diese Dämonen, wo der Name Gottes allerdings ad absurdum geführt wird. Vielleicht auch deshalb diese Verschmelzung, als Ausdruck einer Theodizee an welcher der Christmensch also starb, bevor er diesem Universalinproblem enthoben wurde, durch die Auferstehung. Für die Welt ist der Christ also der Thor und das ist Zeichen der Dämonen, weshalb das Kreuz Christi fest dasteht. Das Eigenartige ist dabei natürlich, dass sich diese das Gericht herbeireden, wenn sie den Christen als Thor wähnen. Der Kehrvers ist daher was der hl. Franziskus sagte, dass Gott geehrt sei durch jene die verzeihen. Dieser Verzicht ist natürlich auch verständlich durch "Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr." Röm 12,19 Diese christozentrische Nächenliebe ist somit hier auch im Römerbrief deutlich ersichtlich, als die Feindesliebe, die hier als Gesondert erscheint. Nicht den Feind zu mögen, doch diesem dem Gericht Gottes anzuempfehlen, als ein Verzicht auf das Urteil, denn das könnte weit schlimmer sein, weil der Mensch in seinem Zorn a priori ungerecht ist, wie Paulus sagt. Lasst Raum für den Zorn Gottes, wähnt eigentlich auch "Gib Raum der Taube". Liebt Gott alle Menschen? Vermutlich nicht. So liebt er seine Gnade mehr als die Menschen? Er liebt das Gute und meidet das Böse, denn der Heilige Geist, der Lehrmeister flieht vor der Falschheit. Buch der Weisheit 1,5 - Gott den Sünder anzuempfehlen, für ihn beten. Das meint diese dem Gericht Gottes anempfehlen, denn Gott ist gut. Lk 18,19 Der Mensch ist aber ungerecht, verfehlt und verfällt dem Gericht, wenn er andere zu einem Thoren hält. Jesus sagt das im Genauesten: "Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein." Mt 5,22 und deswegen, soll man den Feind also Gott anempfehlen oder für ihn beten. Das Gericht Gottes ist ein anderes, als das wie wir übereinander urteilen. Wenn mir also jemand Leid tut, dann gilt hier die Feindesliebe, wie oben erwähnt.