Was also ist der Schoß und die Einheit der Kirche? Nun, der regelmäßige Empfang der Sakramente; der Kirchenbesuch, die Teilnahme an der hl. Messe zu Sonn- und Feiertagen. Ebenso wie die Beichte, denn wir alle sind Sünder und sind auch schwere Sünder. Um die Gefahr eines Gottesraubes zu minimieren, empfiehlt es sich zumindest alle 14 Tage zu beichten, sonst entwächst man dem Schoß der Kirche und die Einheit ist eben das Maß mit dem die Kirche misst, das sind die Sakramente, als der Boden auf dem sie steht. Nun kann also gar niemand gerettet werden, der Meinungen hat. Da diese, da jene die ein Ideal für wichtig sehen und sich dahinter verstecken. Das ist im schlimmsten Fall eben Hochmut, Eitelkeit, Stolz und freilich bereits eine jeweils schwere Sünde, die Verdacht gibt, bereits außerhalb des Schoßes der Kirche zu sein, so man nicht stet und ehrlich diese Sünden bekennt. Das sind keine leichten Sünden, die durch die Teilnahme des Gottesdienstes verziehen werden. Ebenso wie das Fernbleiben des Gottesdienstes, bereits eine schwere Sünde ist. Einst hatte der hl. Antonius von Padua eine Vision. Ihm erschien das Jesukindlein und sprach mit ihm. Da hörte er plötzlich das Läuten der Kirchenglocken und er dachte bei sich. Solle er nun zur Kirche gehen oder doch eher bei dem Jesukind bleiben. In der Überlegung, entschied er sich zur Kirche zu gehen und als er wieder zurück kam, war das Jesukind noch immer da und sagte ihm: Wärest Du geblieben, so wäre ich gegangen. So aber bist du gegangen und ich bin geblieben. - Diese kleine Geschichte war mir seither immer eine Lehre, wenn es darum ging, ob ich mich aufmachen solle, zur Kirche zu gehen und auch das ist freilich der Schoß der Kirche, welcher hier gemeint ist und die Einheit, die uns Jesus mit dieser Geschichte lehrt. Oberstes Ziel muß uns der überaus ehrgebietende Empfang des Allerheiligsten Altarsakramentes sein, so unwürdig wir auch sind, wenn wir auch alles erfüllen und im Stand der heiligmachenden Gnade leben. Wir können uns nicht selbst erlösen und sehen darin in Gott unserem Herrn das Wort, das uns gebietet ihn zu lieben mit aller Kraft und ganzem Gemüte. Wir brauchen keine Verstecke darin, uns zu rechtfertigen vor der Liebe Gottes, aber wir müssen wohl seinem Willen darin folgen, dass wir die Sakramente, den Dienst an der Einheit im Schoße der Kirche wahren, denn das wiederum ist das Wirken des Heiligen Geistes, der uns befähigt, dass wir nicht der Gnade Gottes plötzlich entrissen werden, sondern bei ihm bleiben, in der Einheit und im Schoß der heiligen Mutter Kirche, welche Maria, die Königin des Karmels für uns hiernieder neigt.