Wenn 99 Gerechte da sind. Das sind die, die keiner Sühne bedürfen, was ist dann diese eine Ausgabe, dieses verloren gegangene Talent? Die Blumen blühen, die Talente so zahlreich wie ein Feld, wo sich jeder übertrumpft oder eingliedert. Also das ist die Natur, sie liebt es sich zu verbergen, einsichtig zu sein. Also lebt und wirkt in ihr die Erkenntnis, welche aus der Natur entspringt. Will man nicht Gott dieses Talent feilbieten? Es ihm wertvoll machen, der wiederum Generation um Generation ob der Sünde verdirbt? Diese oder jene Blume wirkt einzigartig in ihrer Darstellung. Sie ist zugleich Fakt und Präsenz. Wie kann sie darüber hinaus Fakt und Präsenz sein? Das ist eben das Problem, welche die Erscheinung mimt. Nicht der Mensch hat versagt, sondern eine Einbildung, das Versagen wurde Mensch und das ist eben etwas, wo Jesus oder Gott sein Wirken vorgestellt hat, indem er sich kreuzigen ließ. Er sagt, der Mensch hat versagt, aber das war auch die Erwartung, wenngleich auch der Erfolg ein Versagen ist, wie das die Blume beweist. Ohne Wasser oder Zeit, ist sie nicht einmal wirklich, sondern nur ein Pausenfüller der Unzulänglichkeit. Dennoch lieben wir, sagen wir, die Blumen, das Feld, die Amsel oder den Wein. In Summe, beschreiben wir das Leben als optimal, wenngleich wir selber uns darin als vielleicht als suboptimal beschreiben würden, da wir in die Vergangenheit blicken, in die Zukunft schauen und doch nicht einmal Anspruch darauf erheben können, je gelebt zu haben. So sehr sind wir Mensch, dass wir es nicht sind.
Sicher, man kann sagen: Der räumt einem ab wie einen Christbaum und ja, diese Girlanden leuchten ohnehin nur für Gott und wir erfreuen uns an seinem Licht. Vgl. Joh 5,35. Ist die größte Sünde denn nicht die, dass wir an der Kommunikation scheitern? Wir erhielten von Gott dafür die heilige Kommunion, als Gegenstand und Vermittler, Hohepriester, aber an der Erzählung scheitert die Welt und Jesus versuchte es mit Gleichnissen.
Das beweist eigentlich, wie sehr wir von dem Affen abstammen, die sich am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse entlangschlängeln, ihn rauf und runter steigen, so wie einfache Primaten das eben tun.
Es ist genau so; die Natur ist die Natur und der Mensch wider sie geraten.
Dante Alighieri; vielleicht wollte er einfach nur ein Strauch sein, am Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.
Genau in der Strauchelei von Natur und Mensch ertappt sich die Gottheit und lockt das Schamgefühl, obwohl darin das Erkennen selber Mensch wird, wo Gott den Menschen als sein Abbild erschuf, sein Gleichnis.