Wann ist man also selig? Dann wenn man sich in der Sühne übt, in das Beichtgeheimnis eintaucht, wie in ein Bade welches in Christi Blutsaft geschieht. Eben so oft, muss man beichten, dass die ganze Seele davon benetzt werde. So erfasst das Wort die ganze Seele. Jesus, der das Wort ist, das im Sinne Mensch wird oder eben auch schon geworden ist. Oftmalige Beichte, ist das Eine. Sie macht noch keinen Heiligen, ist aber der Weg eben zu jener Seligkeit, die im Sinne der Seele Christi entspricht, welcher die wahre Seele ist. Gott von Gott und darum so kostbar, in der Einsicht und dem Willen als dem Wort Gottes. Von eben jener Seligkeit, welche wir durch die Beichte erlangen, werden wir fähig uns zu heiligen. Das tun wir selbst, indem wir das Opfer Christi am Altar mitfeiern, ihn empfangen und uns dem Opfer nähern. Wir nehmen Anteil, wo wir ihn empfangen; werden Teil seines Opfers als die Erfüllung von Leben und Glauben, welche nicht mehr verlangt oder sich an menschlichen Worten genügt. Es ist Gott, der das Wort selbst ist, dem wir uns anempfehlen, indem wir sagen: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. - Wann ist also die Seele gesund? Dann wenn sie fähig ist, die Heiligkeit zu gebären. Das tut sie also nicht, indem sie nacheifert, was menschlicher Natur entspricht, sondern indem sie der Taube Raum gibt. Das meint, dass der Heilige Geist in ihr wirken und erlösen kann, was Heiligkeit hervorbringt. Das sind nicht die Taten, das ist auch nicht der Glaube per se, sondern die Hoffnung ewigen Lebens, indem wir auf Gott harren, der uns liebt und uns heimsucht, der mit uns geht, den guten Ratgeber, den wahren Schöpfergott und Menschen, der nach seinem Bilde nicht die Zeit zum Maßstab der Ewigkeit macht, denn sein Wille geschehe, damit in uns das Licht aufbricht, was wir von Gott weggeführt haben. Dafür ist die Beichte das wahre Leben, als gute Hirte, der uns führt auf seine Weide, die dem Heiligen entspricht. Nicht die Worte des Priesters alleine, aber die Vollmacht, in welcher dieser die Lossprechung von den Sünden erteilen kann. Es ist also nicht die Predigt der Messe, sondern der Empfang des Allerheiligsten Altarsakraments von wahrer Bedeutung für die Heiligkeit.