Menschlichkeit und das ist die Hauptfrage, die wir in Betrachtung der Engel pflegen. Engel haben keine Seele, folglich auch keinerlei Menschlichkeit. Wir könnten eigentlich sagen, wir meinen die Seligkeit anstelle von Menschlichkeit, sehen aber doch dann zu viele Aspekte, die uns auf natürlichem Wege von jeglicher Seligkeit Abstand nehmen lassen. Was also ist Menschlichkeit? Sinnhaftigkeit, da wir uns nach den Sinnen einschätzen, aber diese Sinne haben Tiere auch. So wäre die Sinnlichkeit also tierischer Natur. Insgesamt betrachten wir die Natur als wider die Allfälligkeit des Geistes gerichtet, welcher sich darin müht über sie zu herrschen. Auch hier sehen wir die Einsicht, als gegeben menschlich und der Vernunft entlehnt, vielleicht sogar dem Verstand entstiegen als ein Aspekt von Vollkommenheit, allerdings kann man denn vollkommen menschlich sein? Natürlich kann man das, wenn man also keine Beichte, keine Sühne wie die Taufe erfahren kann, so entspricht das aber wiederum der Naturlehre. So wäre dann also doch die natürliche Norm von Verstand und Vernunft, die allzu Menschliche. Was spricht nun dagegen, natürlich menschlich zu sein? Eben, die Seele, welche den Horizont über die Zeit hinaus richtet, was ja die Tiere oder die Natur insgesamt in ihrem wiederkehrenden Kreis nicht tut. Der Mensch, welcher also aus der Natur entstiegen scheint, sie zu überwinden trachtet wenn er gen Himmel blickt, dieser Mensch, aus der Menschlichkeit geboren, erkennt plötzlich Seligkeit. Etwas, das nicht seiner Natur entspricht. Nicht auch der Gewalt seines Willens oder Tuns, sondern aus der Göttlichkeit als Gottähnlichkeit geborgener Schatz der Vollendung. Hierbei kann man wohl jenen Aspekt der Menschlichkeit wider die Göttlichkeit in einen Geniebegriff fassen, als griechisch gesprochen Genius, als Schutzgeist oder Engel, welcher dann wiederum den Dunstkreis hin zur Seele hin betrachtet. So blickt also der Engel als Genius, als Genie auf die Seele, romantisiert sie und wirkt auf die Menschlichkeit als Erfahrung, derer sich der Glaube entgegenstellt als a priori, gesetzen Fall der Vernunft, welche nach der Begabung Ausschau hält in eben jenem Genie, das aus der Gebärde heraus, zu verstehen begabt. Jegliche Anmerkung von wo aus auf den Menschen hin gesprochen wird, gesetzt der Menschlichkeit wegen, welche jedoch auch ohne dem Engel, also der Seelenlosigkeit Vernunft gewinnt, so denn Engel reine Vernunftwesen sind, die ihren Gesetzen gehorchen; die sich vielleicht am Verstand hin mäßigen aber eben ohne dem Aspekt des Menschen an und für sich in einer Form der Menschlichkeit, die vielleicht als schwach als töricht den Anschein wirkt und doch eben auch endlich geformt einen Hauch von Seele in sich birgt, als das was wir die Seligkeit nennen, noch fern ab der Heiligkeit, als der Befruchtung der Seele, wo neues Leben wächst als Frucht der Einfalt. So wie die Natur, ist auch die Seele zu Höherem fähig; hier vom Menschen zum Seligen und vom Seligen zum Heiligen.