Natürlich wächst man im geistigen Leben, sofern man sich den metaphysischen Trost entzieht. Was meint das genau? Nun, Jesus empfahl uns den Heiligen Geist anzurufen, ihn zu bitten, den er uns hinterlassen hat vor seiner Himmelfahrt. Dieser Heilige Geist, der auch als der Tröster-Geist bekannt ist, ist demnach die Ursache all unserer Freuden, die wir als Trost verstehen und wahrnehmen. Auch die Sünde kann Trost sein, allerdings mit dem fürchterlichen Beigeschmack, dass es im Grunde eine Sünde auch wider den Heiligen Geist ist, gegen den Trost. Nicht weil sie nicht geläutert ist oder von Gott stammt, sondern weil in ihr eine Falschheit läge, welcher sich der Tröster entzieht, der vor der Falschheit flieht. So haben wir dann eigentlich keinen Trost, denn in der Falschheit, gibt es keinen Trost. Es ist der falsche Trost, unbefriedigend und lau, denn darin besteht das Wesen der Verlockung. Der gute Trost, den uns Jesus hinterlassen hat, ist er selber, sein Leib und Blut in der Gestalt der kleinen, konsekrierten Hostie. Indem wir ihn empfangen, laden wir auch den Heiligen Geist mit Innbrunst des heiligen Altar-Opfers Christi ein, mit uns diesen Trost der Vergebung von den Sünden zu erfahren. Jesus selbst hatte sich diesen Trost gänzlich entzogen, ließ aber durchscheinen: "Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat." Mk 2,27 Hier also offenbart Gott seine Herrlichkeit, sowohl Mensch als auch Gott.Wenn wir uns nun den Trost entziehen, so kann Gott das Gute nicht vergelten sondern man spart sich den Lohn dafür um ihn nach dem Leben auf Erden zu empfangen. Ebenso ist es auch mit dem Gleichnis des Armen Lazarus, wo der Reiche auf Erden schon den Lohn erhielt und Lazarus sich den Trost für die Ewigkeit hin sparte. Auch gilt es zu bedenken: "Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten, sobald er Böses tut." Ez 33,12 So ist auch die Gottesfurcht mit eine Gabe des Heiligen Geistes, um sich den Stand der heiligmachenden Gnade nicht zu verscherzen durch den sprichwörtlichen Schalk im Nacken. Man prüfe sich daher selbst, denn jedes unnütze Wort kann einer Rechtfertigung bedürfen und das Herz befehle, wie der hl. Johannes von Gott sagte. Wenn es uns verurteilt, liegt eine gute Beichte nahe, denn wovon das Herz voll ist, so sagt Jesus, darüber spricht der Mund.
Was also ist die Sünde gegen den Heiligen Geist? "Denn der heilige Geist, der Lehrmeister, flieht vor der Falschheit, er entfernt sich von unverständigen Gedanken und wird verscheucht, wenn Unrecht naht." Weish 1,5 und hier sagt Jesus im Begriff der Sendung: Arglosigkeit, ohne Falschheit. "Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!" Mt 10,16 Und wer falsch ist, begeht eine Sünde gegen den Heiligen Geist. Es mag eine Zeitlang durchgehen, Gott ist langmütig, aber vergisst diese Sünde nicht; daher kann sie nicht verziehen werden, solange der Umstand nicht vom gelöst erscheint oder mehr noch, beichten.