Darüber kann man natürlich weiter noch nachdenken, wie über die Dreifaltigkeit, aber hier geht es um eben diesen Limbus, den Ort der Gottferne und man stelle sich nun zwei Betrachtungen vor: Maria, die Jesus als Kind im Arm hält und er schläft. So nehen wir Jesus auch auf, aufdass er nicht in Unruhe gerate und Gott Vater hernach den Grund dafür sucht, dass sein Sohn geweckt oder in Unruhe versetzt wurde. Das ist also der Eine Betrachtungspunkt und der Zweite ist die Pieta, wo Maria den Herrn in ihrem Schoß hat, während er in diesem Limbus, dem Ort der Gottferne war. Dieser entsetzliche Ort "Ja, so furchtbar war die Erscheinung, dass Mose rief: Ich bin voll Angst und Schrecken." Hebr 12,21 Ein Ort der Gottferne, Schwarz in schwarz, denn Gott ist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Ohne Gott, auch kein Grund, also ein Fallen als Zustand der diesen Limbus meint; den Ort der Gottferne. Maria hat sich also genau in diesem Erkenntnispfad befunden, als sie Christus, den Leichnam Jesu in ihrem Schoß hatte. Das ist also mehr als eine Demeter. Da geht es um die Rettung des Gottmenschen, wenn man so will. Wenn man also gerade über diesen Limbus nachdenkt, so kam diese Erkenntnis erst viele hundert Jahre nach der Bekanntgabe der Lehre des Fegfeuers durch Papst Gregor dem Großen auf. Das war demnach die Zeit des Universalinproblems, deren Auswüchse bis zum ersten Weltkrieg führte, das Manifest der 93 bspw. oder eben durch die Frage, ob Jesus lange Haare hatte, was ja Paulus verneint. Vgl.1 Kor 11,14-15. Hier, im Mittelalter, wo es dann auch diese Hexenverbrennungen gab, entwickelte sich also eine Theodizee und diese baut schließlich dann doch wieder auf dem Limbus auf, da Gott eben das Licht ist, das jeden Menschen erleuchtet. Nun, also wie kann man theologisch dieses Thema fassen? Man kann es nicht fassen. Man kann den Limbus nicht fassen und doch steht er unveränderbar im Zentrum unseres Glaubensbekenntnisses.
Problematisch ist eben der Krieg, weil die Interessen fadenscheinig sind hingegen der Forderung von Menschenleben. Das ist vor allem ein sehr hoher Preis, den die Interessenskonflikte hier einfordern. Die Menschen, denen es eigentlich untersagt ist, menschlich zu sein und stattdessen in ein kommunistisches Kriegsmuster, eine Uniform gepresst zu werden, mit dem Anspruch auf Gerechtfertigung. Ehrlich gesagt, wenn ich mit St. Michael diskutieren würde, ob er der Patron der Soldaten sei, würde ich jegliche Einsicht ablehnen und mich stattdessen wundern, wem hier Dienst getragen wird. Dieser Kontext ist besonders schwierig, in Anbetracht jenes christlichen Kultes. "Alle Sünder meines Volkes / sollen durch das Schwert umkommen, alle, die sagen: Das Unheil erreicht uns nicht, / es holt uns nicht ein." Am 9,10 - In dem Bezug zu: "Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." Mt 26,52 Man hat hier dann zwei Stellen und die Frage koinzidiert letztlich bei "Da sagten sie: Herr, hier sind zwei Schwerter. Er erwiderte: Genug davon!" Lk 22,38 und dann weiß man eigentlich, wer der Herr ist, wenn man nach der Frage giert: Wer ist denn wie Gott? Es ist nur bedenklich, dass Luther hierbei auf diese Zwei-Schwerter-Lehre respondiert hat, als das Unterscheidungsmerkmal zur Prädestination in Hinblick auf die Vorsehung. Also zwei Hauptunterschiede, die das Leben als Solches auszeichnen. So als wenn sich der Mensch selbst erlösen könnte. Nun, wenn der hl. Pater Pio sagt: Heilige dich! Meint das dann wohl die Sinngebung, wobei der Wille da wäre, nur das Fleisch daran erschlaffe. Es ist also, von einer Vorsehung auszugehen, wider diese Amor Fati.