Da geht es gar nicht um den Fokus, ob man diesen relativiert oder nicht. Man kann da nicht sagen, der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist hierbei eindeutig, der Vater. Jesus spricht dabei vom Vater der Maria Magdalena. Was hat der für eine Schande erfahren müssen? Er, als Person, die ihre Tochter sieht, gleich wie die Verhältnisse auch waren. Es brach dem Vater das Herz, gleich ob er bereits verschieden war oder nicht. Jesus kam als Schlichter, Friedensfürst, um den Schmerz des Vaters zu lindern. Natürlich waren dann die Juden sehr aufgebracht, eben weil sie den Vater kannten. Da es aber auch um die Erbsünde ging, ließ sich das nicht von der Hand weisen: "lässt aber (den Sünder) nicht ungestraft; er verfolgt die Schuld der Väter an den Söhnen und Enkeln, an der dritten und vierten Generation." Ex 34,7 Ein Ehebruch ist ein harter Stein. Warum diese Sichtweise erging und wenn man an Stephanus denkt, wo war sein Ehebruch? Wenn nun bei den Juden frei nach Abraham, jeder Erstgeborene Gott geweiht ist, dann stellt sich die Frage, weshalb hier in diesem Bibelvers Väter und Söhne im Kontrast steht, nicht aber die, welche wir als Eva schuldig halten. Eine Sünde hat ja gereicht und der Himmel wart verschlossen und Stephanus sagte bei seiner Steinigung: Ich sehe den Himmel offen! (Apg 7,56) Da ging es eigentlich darum, dass Stephanus Maria in Betracht zog, als die neue Eva. Dann sagte Stephanus noch "und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen" (Apg 7,56) Menschensohn war nicht automatisch ein Begriff für Jesus, sondern diese Zuweisung gab es schon bei Ezechiel. Vielleicht steht der Begriff auch für Märtyrer. Der den Menschen überwindet quasi. Diese Auseinandersetzung Ezechiels ist dabei von Bedeutung in "Die Vision von der Auferweckung Israels" Ez 37,1-14 Er wurde durch einen Wagen gevierteilt; diese Windrichtungen und die Auseinandersetzung ist dann freilich, die Auferstehung, welche sich im Alten Bund ja nicht beschließt, sondern erst mit dem Neuen. Dieses Allgegenwärtige, Lebendige, wohl gemerkt! Wie also konnten sie dem Gotte diese Auferstehung von den Toten abringen? Ezechiel schreibt hier in alter Opfermanier: "So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig." Ez 37,5 so sagt Jesus: "Es soll geschehen, wie du geglaubt hast." Mt 8,13 Also, dieser Glaube des neuen Bundes, der rührt ja eigentlich auf dem Wissen des Alten Bundes; aus der Auseinandersetzung des Glaubens, der Gläubigen. Die Juden, das waren schon sehr fromme Leute. Eine Verminderung führt in einen Nihilismus. Warum aber, führten sie das Lamm Gottes, wie ihn Johannes der Täufer nannte (vgl. Joh 1,29), zur Schlachtbank? Warum forderte Salome den Kopf von Johannes? Man wittert hierbei eine Niedertracht, wenn man den anderen vorschickt, weil man die Last selber nicht tragen kann oder will oder vermag, dieses zu tun. Jesus nannte aber jene Knechte, Freunde. Das ist das Eigenartige, wo er doch genau wusste, was im Menschen ist.