Die Leibhaftigkeit, wie das Tier, so auch Satan als das Tier bezeichnet wird. Vgl. "Gott der Festungen" Dan 11,38 oder "der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt" Offb 12,9 bzw. "Das Tier öffnete sein Maul, um Gott und seinen Namen zu lästern" Offb 13,6 Ob dabei nur die Amoral gemeint ist, sei dahingestellt. Interessant ist hierbei, was Paracelsus meint: "Als Biltnus Gottes besitzt der Mensch einen göttlichen Geist oder "Geist des Lebens", in dem sein wahres Menschsein begründet liegt. Dem steht aber in ihm selbst "angeboren" entgegen der "geist limbi, der aus ime ein unvernünftige kreatur macht". Hier ist ein "tier, und als ein tier, ein tierischer geist".Lunatici bezeichnet nun "die tierischen geist der menschen die von dem gemeinen man alein taub oder unsinnig geheißen wird und bilich." Der göttliche Anteil des Menschen ist "aus dem Wort fiat", der tierische aus dem limbus. Dieser ist "nichts anderes als alein das sterblich ding am menschen, das do faulet. ......dieweil er tötlich ist....sonst der mensch faulet nicht, dan er muß in der auferstehung wider do sein und muß rechnung geben und do empfahen den solt, gut und bös... nun aber ist sein schöpfung also, das in seiner vihischen natur und art all eigenschaft seind des vichs, in eim das, im anderen das, also das ein ietlich mensch mag in dem, so es sein vihisch wesen leßt regiren, erkent werden, einem tier oder vich gleich, der einer ku, der einer sau....so er aber das hinweg tut, so stet ein lauter mensch do, der mag keim tier vergleicht werden".Der Stolz des Tieres, Stolz der Leibhaftigkeit. Dieses Thema ist freilich verfänglich, weil es eine Gradwanderung der Vernunft darstellt, zumal sich die Leibhaftigkeit auf Aggregate bezieht und diese Gegenwart darstellen, keinen bleibenden Wert, aber man hat hier eigentlich bei Christus das Schaf und auch Christus wird als das Lamm Gottes bezeichnet. Die Betrachtung fällt freilich auf Nietzsches Gleichnis von an den Pflock des Augenblicks geketteten Schafes: „Betrachtet die Herde, die an dir vorüberweidet: sie weiß nicht, was Gestern, was Heute ist, springt umher, frißt, ruht, verdaut, springt wieder, und so vom Morgen bis zur Nacht und von Tag zu Tage, kurz angebunden mit ihrer Lust und Unlust, nämlich an den Pflock des Augenblicks, und deshalb weder schwermütig noch überdrüssig. Dies zu sehen geht dem Menschen hart ein, weil er seines Menschentums sich vor dem Tiere brüstet und doch nach seinem Glücke eifersüchtig hinblickt – denn das will er allein, gleich dem Tiere weder überdrüssig noch unter Schmerzen leben, und will es doch vergebens, weil er es nicht will wie das Tier. Der Mensch fragt wohl einmal das Tier: warum redest du mir nicht von deinem Glücke und siehst mich nur an? Das Tier will auch antworten und sagen: das kommt daher, daß ich immer gleich vergesse, was ich sagen wollte – da vergaß es aber auch schon diese Antwort und schwieg: so daß der Mensch sich darob verwunderte.“