Die Frage geht sicher ein in eine Theodizee oder beantwortet diese. Warum lässt Gott das Leid zu oder den Trug, die falsche Hoffnung. Alles ist durch das Wort geworden und ohne dem Wort wurde nichts, was geworden ist. So sagt es der Apostel. Gott ist die Unterscheidung und so bekräftigen die Menschen der Bibel sich für die Menschheit und Gott darin für die Gottheit, die den Menschen aufnimmt in seine Herrlichkeit. Diese Frage der Nächstenliebe oder Gottesliebe entscheidet also zwei Liebende: Mensch und Gott, wobei der Eine aus dem Anderen Mensch wird. Dieser Fiat, dieses Werden ist das Entscheidende, denn man hat hier eine Entropie, keine Degenereszenz der Bewegung; wir können nicht rückwärts alt werden und da sagt aber Jesus, er war vorwärts alt, indem er vorher da war. "Noch ehe Abraham wurde, bin ich." Joh 8,58 sagt er. Gott ist daher in der Liebe vorhanden, aufgrund der Existenz, der Dauer und doch ist er von Ewigkeit zu Ewigkeit Gott, er bewegt sich zwischen dem Anfang und dem Ende, zwischen Adam und Eva, wenn man so will; dann sagt Jesus, dass er das Alpha und das Omega ist. Diese Vergeistigung zwischen den Menschen, wo er als das Gute, jede Form der Tugend als Gutes emporleuchtet, frei macht. Aufatmen, wo man sich im Guten geborgen weiß. In Gottes Herrschaft zu bergen, im Schatten des Guten, wo das Licht selbst ohne Schatten ist. Das muss man bedenken, dass Gott die Sünde zwar nicht gemacht hat, aber sie wegnehmen kann. Der Nutzen besteht darin, dass er Gott ist. Wir bespiegeln uns in seinem Schatten, aber er selber wirft keinen Schatten. Wenn Gott uns nun also im Schatten gemacht hat, dann entspricht diese Schöpfungsgeschichte nicht der Historie selbst, sondern ist mitten drin im Geschehen; dieses Zeugnis, dass wir im Schatten seiner Herrlichkeit wohnen, als der gewohnte Gott uns hütet, aber der Schatten ist wohl auch Sünde, weshalb Gott keinen Schatten hat und er duldet keine Sünde, nichmal eine. "Gottes Treue angesichts der Sünde der Menschen" Röm 3,1-20 beschreibt es einhellig. Zuflucht nehmen in die Gewissheit, dass Gott uns liebt durch Christum Jesum.