Papst fordert Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft - "Wir sitzen alle im selben Boot" - Man muss das annehmen, was da ist vgl. "selbst eine schwache Quelle spendet Wasser auf den Tisch" Sir 14,10 Sicher, besser wäre es wenn es überhaupt keine Börse gäbe, denn sie wurde für arme Menschen errichtet und so bedienen sich nun solche, welche im Überfluss leben, könnte man meinen. Ist das so? Wo tragen sie den Reichtum hin? Es ist schwierig, da in das Zeitgeschehen einzutreten, weil man doch leichtfertig dieses und jenes dabei übersieht. Man kann dann nur wie Hiob den Verlust betrauern und den Überfluss der Reichen sich ereifern. Ob die Zeit, die wir auf Erden haben, dafür ausreicht, die Ungerechtigkeit anzuprangern, sie zu Götzen zu machen? Der Überfluss ist an sich nicht schlecht, denn auch die Vorsehung schenkt uns diesen und auch Jesus zeigt in der wunderbaren Vermehrung, wie die Vorsehung im Leben der Glaubenden ausreicht. Hiob war gestern, als wir noch nicht glauben konnten. Mit dem Glauben an Jesus wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen und zum ersten Mal sprach jemand über das ewige Leben. Wie will man denn darin haushalten? Man kann sich die Ewigkeit vom Munde absparen oder eben in der Vorsehung leben, die uns dieses neue Kapitel der Menschheit schenkt. Gott nimmt den Schuldschein und sagt, da streich das durch, mache die Hälfte und so schaut Gott immer auf unseren guten Willen. Wenn wir beichten, so sind ja die verdienten Strafen dadurch nicht aufgelöst, sondern die Erlösung bezieht sich hierbei auf die Sünden. Also, er kommt uns dabei auf halbem Weg entgegen und setzt noch einen Drauf. Vergleich das Gleichnis des verlorenen Sohnes. So hat der Klerus in der Vollmacht des Pontifex hierin auch das Recht und womöglich die Pflicht, Barmherzigkeit zu üben und einen vollkommenen Ablass zu erwirken.
Papst predigt gegen kirchliche Resignation - Man wird den Pessimismus haben, solange man den Herrn nicht empfängt. Soviel ist einmal sicher. Dafür, dass man ihn empfangen kann, braucht man auch die Beichte und mit der Beichte auch die Treue, denn wenn man einen Weg geht, dann ist die Kirche hierbei Vater, Mutter und somit vielleicht auch die Zeit, die wir für Gott nehmen, an den Sonntagen, die wir heiligen sollen. Das ist schon sehr wichtig, der Sonntagsgottesdienst und wer kontinuierlich diesen Weg geht, welcher in Wahrheit der Empfang des Herrn ist, hat keinen Pessimismus, sondern hat bereits Anteil am ewigen Leben.
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Was heißt das? Die Unversehrtheit. Was nützt das, wenn der Mensch ablebt? Niemand läuft mit einem Spiegel vor sich her. Also muss das schon der Seele Grundlage sein unversehrt zu bürgen.
Überdruss ist die Acedia; das ist weshalb Paare miteinander Schluss machen; aber wann lässt Gott es zu? Mittagsfrau; normal sagt man, dass man sich in der Mitte trifft, einen Konsens findet, aber der Konsens wird nicht gefunden. Die Paare verlassen die Kirche.
Die Unterscheidung. Was ist ein Kreuz, was ist ein Apostelkreuz, was ist ein Patriachenkreuz und was ist ein Papstkreuz? Das Papstkreuz ist das schwierigste Kreuz. Das Schwierige ist, der Papst muss Institution sein, Fels.