Weihnachten ist die Bedeutung des Geschenks der Gnade. Das bedeutet, dass es vor Jesus Christus, seiner Menschwerdung keine Gnade gab auf Erden. Also da beginnt die Zeitrechnung der Gnade. Man spricht von der Zeit der Gnade, doch diese gibt es seit dem Jahr Null. Es bedeutet nicht, dass wir alle automatisch im Stand dieser Gnade leben, sondern wir haben die Wahl; durch den Empfang der Sakramente kommen wir in den Umstand der Gnade, die erst seit der Menschwerdung Jesu Christi möglich wurde. "Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes:" Mk 1,1"Im Anfang war das Wort, / und das Wort war bei Gott, / und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden / und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben / und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis / und die Finsternis hat es nicht erfasst." Joh 1,1-5 Es gab keine Gnade vor dem Erscheinen Jesu Christi auf Erden. Ab da gab es auch keine Propheten mehr, denn Jesus schuf die Apostel. Aus den Boten des Alten Bundes wurden nun die Boten des Neuen Bundes. Achse hierbei dürfte Johannes der Täufer gewesen sein, den Jesus als Elija bekannte. "Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll." Mt 11,14 (Das Urteil Jesu über den Täufer) Dann geht es gar nicht mehr um die gnadenlose Zeit von Adam und Eva, der Vertreibung aus dem Paradies, sondern es wurde die Gnade durch Jesus Christus durch seine Geburt geschenkt. Die Taufe bekräftigt das Bekenntnis der Abkehr von Satan und seinem Anhang und so tut es auch die immer wieder notwendige Tauferneuerung durch das Sakrament der Beichte. Solange wir im Stande dieser Gnade leben, haben wir Anteil am ewigen Leben, das durch Jesus Christus möglich wurde. Wir können die Gnade wieder verlieren, obwohl wir in der Zeit der Gnade leben, können in die Todsünde fallen, uns von Gott entfernen. Das ist auch, wenn man der Kirche und dem Gottesdienst fern bleibt. Auch das ist eine schwere Sünde. Wer bis zum Ende durchhält, wird gerettet und dann reden wir vom Retter. Es gibt aber auch diese Gnade, dass wir befähigt werden, im Stande der Gnade zu bleiben, aber auch da ist es nötig, die Sakramente zu empfangen.

Es gibt nicht nur die Besessenheit, sondern auch die Umsessenheit. Das ist, wenn uns die Sünden-Versuchungen immer wieder bedrängen, ohne einer erkennbaren Besessenheit. Der letzte mir persönlich bekannte Exorzist Wiens war der Prälat Torello. Ich hatte mit ihm ein tiefergehendes Gespräch und empfing auch seinen persönlichen Segen. Er war der einzige Priester, den ich während einer Predigt bei der heiligen Messe weinen sah.

Das sakramentale Leben. Das bedeutet, sich auf die Sakramente der Kirche zu konzentrieren. Jeden Sonntag den Gottesdienst in großer Aufmerksamkeit und Andacht mitfeiern, kommunizieren und auch die Hochfeste entsprechend halten, sowie den Empfang der Sakramente wie eine Ehe behandeln.

Der allumfassende Gott legt sich in eine Krippe.