St. Michael wählte bei einer der vier Erscheinungen am Monte Gargano die Definition "christlicher Kult". Als Chronist der Weltgeschichte fängt seine Darstellung bereits vor dem Sündenfall an und koinzidiert mit der Himmelfahrt Christi von wo aus er eine christliche Meinung ableitet, als Kultur der Erschaffnung von Himmel und Erde. Der Mensch, über dessen Besserung sich der Himmel freut (Lk 15,7), die Erde welche er sich untertan macht; nahezu kindlich, über dem Schoß der Erde zum Schoß der Erde und doch ist die Berufung eine Höhere. Sich zeitlebens der Erde zu erwähren, einer Kultur anzuhangen, wenngleich nur der christliche Anhang den Menschen kleidet, da es nur einen Erlöser in der Menschheitsgeschichte gibt und somit auch jene Zeitrechnung, welche zweifelsohne eine Kultur bezeugt, welche auf Christus aufbaut und auf die Kirche, den Fels als Termini. Das Kreuz Christi hingegen ist kein Termini, da Jesus es überwunden hat; dem Termini das Fürchten lehrte oder die Demut, wenn man so will. Man hat also in dieser Kultur des Christseins drei Gestalten in der Geschichte, welche buchstäblich und lebendig in den Himmel aufgenommen wurden. Elija, Maria und Jesus. Drei ohne dem Terminus Kirche, ohne dem Fels des Grundes. Sieht man aber auf die Heilsgeschichte, so bezeugte Jesus Johannes den Täufer als den wiedergekehrten Elija (Mt 11,14). Somit sind es nur mehr zwei, die in den Himmel aufgenommen wurden. Jesus und Maria. Alle Anderen gründen daher auf dem Fels, welcher den christlichen Kult meint.
"Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden." Dan 5,27 - Bild Titel: Das Gastmahl des König Balthasar; Künstler: Bartholomäus Strobel der Jüngere (1591–1644) - Leicht, im Sinne von einem Kind, das Baltasar, ebenso ein König in der Krippe fand. Leicht und doch schwer. Im Buch Daniel ist die Rede von König Belschazzar, was dann griechisch Baltạsar bedeutet. Daher auch die Bezeichnung "leichtes Mädchen". Vielleicht meint das die Unbeschwertheit. Ist es denn sinnvoll oder gewünscht, dass sich der Mensch beschwert? Jesus sagt doch: "Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt." Mt 11,6 - einfach, reden lassen. Vgl. Voltaire: "Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen." Voltaire, exkommuniziert. Es liegt einfach an der Leichtigkeit. So sieht man auch bei den antiken Griechen jenen Vers: Sit tibi terra levis! (Möge dir die Erde leicht sein). Vgl. "Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien." Lk 19,40 Dieser griechische Vers war eine Grabinschrift. Es vermittelt damit auch einiges an Spannung, der Jesus hierbei ausgesetzt war. Jene Leichtigkeit oder Leichtfertigkeit findet sich dann auch bei einem Gleichnis Jesu wieder, wo er vom Mühlstein spricht, also eine Metaphysik. (Mt 18,6) So ist es also kein Grabstein, sondern ein steter Unfriede nach dem Hinscheiden und König Baltasar starb in der selben Nacht. (Dan 5,30)