Der hl. Johannes von Gott - Ringsum eine ganz eine eigene Figur in der Gemeinschaft der Heiligen. Schwer zu verstehen, schwer zu begreifen und unerreichbar in dieser Darstellung eines Heiligen. JP II. hatte einmal erwähnt, dass die Heiligen keine Fotokopien darstellen, dennoch würde ich den Heiligen gerne begreifen und ich grabe, aber alles was ich finde, ist ein Saum. So, als wäre er der Welt entschwunden. Philosophen sind einholbar, Heilige kaum. Die Essenz ist die Christozentrik, wenngleich er in seiner Person einen Winkel eingenommen hat zu Christus hin, der uns verborgen bleibt. Es gibt viele solche Vorbilder, die nicht einholbar sind, wie Wundermönche, Wundernonnen und ich glaube, gerade das Wunder, macht jeden Heiligen so einzigartig, da Gott sie geformt hat. Wenn man also in Jesus bleibt, dann kann man etwas tun. Was man aber tut, bleibt ohne Christus nichts, so wie der Apostel Johannes sagt, nichts was geworden ist. So ist dieses Kleinod der Verstand, der uns lehrt Gott zu lieben mit allen Kräften und uns nicht hinreissen zu lassen in die Wogen jener Welt, wo Petrus sein Netz auswirft, denn niemand ist es würdig, ihm die Schuhe aufzubinden, der über das Wasser wandelt und so hat Gott seine Kirche gebaut, auf jenen Fels der unbehauen ist.
"Gewogen wurdest du auf der Waage und zu leicht befunden." Dan 5,27 - Bild Titel: Das Gastmahl des König Balthasar; Künstler: Bartholomäus Strobel der Jüngere (1591–1644) - Leicht, im Sinne von einem Kind, das Baltasar, ebenso ein König in der Krippe fand. Leicht und doch schwer. Im Buch Daniel ist die Rede von König Belschazzar, was dann griechisch Baltạsar bedeutet. Daher auch die Bezeichnung "leichtes Mädchen". Vielleicht meint das die Unbeschwertheit. Ist es denn sinnvoll oder gewünscht, dass sich der Mensch beschwert? Jesus sagt doch: "Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt." Mt 11,6 - einfach, reden lassen. Vgl. Voltaire: "Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen." Voltaire, exkommuniziert. Es liegt einfach an der Leichtigkeit. So sieht man auch bei den antiken Griechen jenen Vers: Sit tibi terra levis! (Möge dir die Erde leicht sein). Vgl. "Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien." Lk 19,40 Dieser griechische Vers war eine Grabinschrift. Es vermittelt damit auch einiges an Spannung, der Jesus hierbei ausgesetzt war. Jene Leichtigkeit oder Leichtfertigkeit findet sich dann auch bei einem Gleichnis Jesu wieder, wo er vom Mühlstein spricht, also eine Metaphysik. (Mt 18,6) So ist es also kein Grabstein, sondern ein steter Unfriede nach dem Hinscheiden und König Baltasar starb in der selben Nacht. (Dan 5,30)