Vergebung macht frei! Ja, weil jeder Mensch ein Sünder ist und nicht darüber erhaben. Das bezeugt auch die christliche Einsicht oder Meinung und das Bekenntnis des Glaubens, welches keiner Religion entspräche. Diese Bindung; ich halte es nicht für falsch, wie der Papst Einsicht findet. Ich würde sagen, er ist ohne Falschheit.
Wenn man die Welt gewinnen will, kann man sie so und so gewinnen. Und was nützt das für die Ewigkeit, dieses Zelt, das über dem Tabernakel ausgespannt ist? Ist es eine Wohnung, die wir Gott geben? Wenn wir ihn zu uns einladen.
Die Sicht ist ja die, dass unser Papst von diesem Begriff der Tore der Barmherzigkeit ergriffen ist, wo er sie in diesem Jubeljahr, das er ausgerufen hatte, aufstieß. Das ist ihm wichtiger, als ein falsches Bild, das da in den Kirchen aushängt. Also er ist vom Heiligen Geist tief ergriffen. Ein Anbeter des Wortes Gottes und eine interessante, vielfältige Person, mit einer Schlichtheit die zu schlichten wünscht.
Dieses Fallen unter dem Kreuz. So wie er unter dem Kreuz fiel, fallen wir unter dem Kreuz nieder, rufen ihn an, bitten ihn, hoffen auf ihn.
Jeder Erkenntnissatz ist wie billig, kein Grund. In der Philosophie ein doch wichtiger Gedanke.
"Ins Innere der Natur
Dringt kein erschaffner Geist.
Albrecht von Haller,
den Standpunkt Kants formulierend
'Ins Innere der Natur' -
O du Philister! -
'Dringt kein erschaffner Geist?'
Mich und Geschwister
mögt ihr an solches Wort
nur nicht erinnern!
Wir denken: Ort für Ort
sind wir im Innern.
Johann Wolfgang von Goethes Antwort,
an Schopenhauers Philosophie angelehnt
Der Satz vom Grund ist die Pforte zu Schopenhauers Philosophie.
Ist diese die gerühmte Pforte ins Innere der Natur?"
Das ist die Problematik. Im Inneren der Natur hat man Limbus, sonst nichts. Sie ist hohl, wie ein Buch. So nimmt Schopenhauer in seinem Hauptwerk auch darauf Bezug. Georg Christoph Lichtenberg: "Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen und es klingt hohl, ist das allemal im Buche?"
Wenn jetzt der Mensch, Erkenntnissätze erringen will, wenn er die Kirche betritt, dann setzt er sich unbedarft auf den Boden und schaut umher. Schaut auf die Anwesenden, versteht vielleicht kein Wort. Das habe ich erlebt, neulich als ich im Dom war. Wo ist der Angelpunkt in der Kirche, wo Gott ihn erreichen kann. Vielleicht ist dies auch ein Ausgangspunkt, als der Angelpunkt des Fischers, der sein Netz auswirft, wo der Papst die Tore der Barmherzigkeit in die Kirche aufstieß und das fällt eben unter sein Pontifikat; der Angelpunkt des Fischers, wo er die Türen weit aufmacht. Die Türen weit in die Natur der Kirche aufmacht, sie jeden zeigen will, wie ein Engel. Es ist das Haus Gottes, das wir betreten, wenn wir ihn suchen, so wie er uns heimsucht. Es ist kein Vorwurf, vielleicht ein wenig kindlich. Wo liegt nun der Unterschied zu Jesus, den der Eifer für das Haus des Herrn betörte und die Händler hinaustrieb? Im Zentrum steht wohl diese Nachfolge Christi, wo wir den Weg als das Eigentum Gottes betrachten lernen, als das Zeugnis. Von dieser Warte aus, ist es wohl der Beichtstuhl vor dem man beiläufig warten muss, bis man in die Schatzkammer eintreten kann. Wäre es denn ratsamer gewesen, wenn der Papst nicht im Vorhof der Kirche die Tore geöffnet hätte, sondern einfach nur die Türe des Beichtstuhls? Wo sind die Tränen geblieben, die Priester bei den Predigten weinten? Nun, was man tut, der Erkenntnissatz zieht nach.