Sicher, wir machen alle Fehler, wir sind nicht perfekt, das Fleisch ist schwach. Der hl. Paulus sagte: Wenn ich schwach bin, bin ich stark. Das ist auch eine Herangehensweise. Wenn ich schwach bin, dann habe keinen Fehler gemacht, sondern ich bin so. Ein nichtswürdiger Diener. So muß man sich betrachten lernen. Wenn ich aber nichtswürdig bin, habe ich aber dennoch die Gnade verdient, ein Mensch zu sein, mit all dem was mich umgibt, an Tadel und an Lobhudelei. Ich muss auch Einsicht gewinnen können, wenn der Herr diese zulässt und es aus freien Stücken wünscht. Das heißt nicht, dass sich einer über den anderen erhebt.

Die Essenz sind die Kreuzweg Andachten: "denn durch Deine Wunden sind wir geheilt."

Der Mensch hat aus lauter Faulheit das Gespräch mit Gott aufgegeben.Zitat der hl. Teresa von Avila; ihr Fest ist am kommenden Sonntag. Dann schreibt sie: "Vor törichter Andacht und sauertöpfischen Heiligen bewahre uns, o Herr! Ich kann an einer Person umso weniger einen Fehler ertragen, je mehr ich sie liebe. Wohin sich mein Geist auch drehen mag und wenden, ich finde nur Barmherzigkeit." Ich weiß nicht, ob es Faulheit ist, Trägheit. Die Gottheit zu ertragen und das ist dann die Acedia. Einer Weisheit überdrüssig zu werden. Das ist freilich, was Hegel schrieb: „Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau läßt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“ Wenn es eine Weisheit war, weshalb war sie dann so träge? Das klingt mehr nach Zen. Nietzsche sieht da mehr den Wert der Instinkte. Vielleicht als Ausweg, oder eben als Ironie. Vielleicht vergleicht man das auch mit einem Tier, wie der Fliege, die weise genug ist, zu reizen und doch träge wird, wo sie verharrt. Man kann das auch mit der Schildkröte und dem Hasen vergleichen, als die Fabel von Äsop und dann hat man die Problematik des Elaten Zenon und seinem Argument wider die Möglichkeit von Bewegung anhand des Pfeilparadoxons. Bedingt ist es dann der Unterschied zwischen einer Vorsehung, welche gelingen mag oder eben einem Amor Fati, also dem Schicksal einer Existenz, welche wie bei Ödipus, die Sphinx das Rätsel aufgibt, was denn der Mensch ist. So, aus einem Exorzismus der Dämon Beelzebub sprach: ~ Ich sollte einst den Menschen die Menschwerdung verkünden, aber das wollte ich nicht. ~ "Er trat dann als Heerführer an die Spitze der rebellischen Engel und kämpfte gegen Michael. Auch jetzt noch scheint es seine Aufgabe zu sein, den Einsatz der einzelnen Teufel im Kampf zu bestimmen." Zitat: (Dämonische Besessenheit heute - von Adolf Rodewyk S.J. - Tatsachen und Deutungen - Erschienen im Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg, Imprimatur: Coloniae, die 22. Dez. 1965. Erschienen 1966)