Der hl. Aloisius von Gonzaga. Ein überaus bemerkenswerter Heiliger mit einer hohen Intention, der sich die Ewigkeit entgegen neigt. Er stellte die Frage: Was nützt mir das für die Ewigkeit? Fest entschlossen, handelte er danach. So stellte er sich weder die Frage nach der Person, noch nach der Errungenschaft selbiger. Frei nach dem Worte Christi "Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?" Lk 9,25 Er hat diese Frage Christi granular aufgegriffen, sie subsummiert. Was nützt mir das Geschehen in der Welt, wenn ich es nicht beeinflussen oder gewinnen kann? Gott sorgt für uns, die Liebe ist sein Eigentum von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wäre es eine Egozentrik so zu denken? Wohl kaum, sondern eher eine Christozentrik. Der Unterschied ist ja auch, das Gebet. So gibt es das Gebet für einander oder für sich selber. Als Jesus gebeten wurde, das Beten zu lehren, so beschränkte er sich auf das Vater unser. Das war also nicht die Bitte für andere oder für sich selber im weitesten Sinne, sondern Gott weiß, was wir brauchen. Er ist Vater, er sorgt für uns. Das ist die Einstellung eines Menschen, der von der Vorsehung lebt, indem er betet, aber von Gott hierbei nichts einfordert, also nicht ist wie der verlorene Sohn, der hinauszieht in die Welt um sein Glück zu untermauern. Liebe, die nichts erwartet, sondern erlöst. Dadurch dass er ist, was er ist, ist es genug. Dies mag wie eine Demut anmuten, ist aber mehr ein Selbstverständnis im Gebet, dass Gott auf das Herz schaut und wenn Gott dann erkennt und sieht, dass man an diesem oder jenem leidet, kann er sich erbarmen, weil wir das Vertrauen besitzen, dass er uns beisteht. Das mag freilich eine Option sein und natürlich gibt es auch das Gebet für Andere oder für sich selbst, besonders wenn man verloren scheint in seiner persönlichen Hoffnung oder Hingabe. Man muss jedoch revidieren und einsehen, dass man sich diese Frage des hl. Aloisius von Gonzaga auch stellt: Was nützt mir das für die Ewigkeit? Es ist eine andere Frage als: Wer ist wie Gott? Vielleicht entzog sich der große Heilige hier mit dieser Frage auch den Trost. Den Trost jenes Trösters, welcher der Heilige Geist ist, indem er nicht nach der Welt fragt, wohin und wie sie sich gebärdet. "Große Gedanken brauchen Zeit, um verstanden zu werden." F. Nietzsche - Vielleicht aber, brauchen diese auch die Ewigkeit.
Jeder fasst diese Vergebung anders auf, zumeist ist sie aber doch an weltliche Dinge gebunden und diese Erkenntnis hat bspw. den hl. Franz von Assisi dazu bewogen, seinen Erbteil den Armen zu geben. Das haben viele gemacht und jemand, der sich so daran bindet, sein Herz daran fest macht, kann auch ein guter Verwalter sein. Das Gute sollte man niemanden absprechen oder mit Neid nachblicken. Im Zentrum steht aber dann doch die Ewigkeit, so wie der erste Bezirk in Wien viele Kirchen hat. Sie gehören Gott. Gott ist mit uns! So ist Wien christozentrisch.