Das durchaus Spannende bei der Betrachtung über Raum und Zeit stellt freilich das Buch der Sprichwörter, in Kapitel 8 vor. Da heißt es "als er dem Meer seine Satzung gab / und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften" Spr 8,29 Kein - du sollst, sondern ein klarer Befehl Gottes. Das Wunder in Tumaco zeigt uns einen Priester, der mit erhobener Hostie einen Tsunami aufhielt. Bei einem Exorzismus befiehlt der Priester eben den unreinen Geistern. Das ist auch der Anschein, welchen Gott der Natur gibt, als einen Befehl und wir erinnern uns, dass Jesus einen Feigenbaum verfluchte, der ihm keine Frucht bot. Mk 11,12-14. Da sagt er im Gleichnis: "Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt" Lk 13,7 Vielleicht in Anlehnung, wie Gott mit der Natur verfährt. Er gebot ja auch dem Wind, der sich hinan legte und all das erinnert an "nicht seinen Befehl übertreten durften" Spr 8,29 und nichts Anderes ist der Exorzismus in diesem Zusammenhang von Natur. Gott befiehlt also der Natur, lässt aber dem Menschen frei und gesteht ihm ein Mahnen zu, als ein Du sollst, kein Befehl, wie er es bei der Natur tut, bis hin zur Verdammung des Feigenbaums, weil er zu nichts nütze war. Dieser Zusammenhang erschließt sich in Bezug auf den Limbus und das was Paracelsus dazu schrieb, wie auch der unreinen Geister, also jener, die nicht geläutert, aber Schuld auf sich geladen haben, wie auch der Naturvölker, welche sich nicht zum Christentum hin bekehrt haben wollen. Der Anmut Mariens spiegelt sich in ihrer Demut wieder und wieder in ihrer Reinheit, die auf wahrer Gottesliebe hin, sich in derselben birgt. Diese Demut ist wohlan das Spiegelbild der Volksfrömmigkeit. Man findet diese auch in den Volkstugenden wieder und sie wird gerne als Grazie beschrieben, insofern doch als Dankbarkeit und standhaftes Selbstbewußtsein, als Weiblichkeit wahrgenommen. Man muß in einer Familie demnach den Platz finden, welcher für einen vorgesehen ist. Wir können nicht alle alles. (Non omnia possumus omnes!) Als keine Rede von der Frau, die ihren häuslichen Pflichten nachkommt, sondern die Nachkommenschaft, welche auf den Tugenden beruht und jedes Lied singt von Tugenden. Das Bild der Uta von Naumburg scheint dann durch abgelöst, weshalb sie heute im Dom von Naumburg steht, als dem Ort an dem auch Franziska Nietzsche lebte. Das starre Bild, wie ein Bild aus salzigen Tränen, wie die Frau Lots. Sieht zurück auf das Bild ihrer Jugend und bleibt kinderlos. Eigentlich ein Vorläufer des Impressionismus. Mich wundert nur, weshalb Helene Stöcker so von Nietzsche angetan war. Nicht die Frömmigkeit bringt den Abscheu, sondern das Monster oder die Maske, die obhin sich in das Herz einprägt, wie Nietzsche anmerkte. Es ist allerdings nie gut und die Tugenden obsiegen, wie der Gleichmut jener Auftakt in die Demut beschwichtigt und so erlernen wir den Sanftmut. Doch, wie dem so ist, es zog einer aus, das Fürchten zu lernen. Deus ferra corda domans, der Gott bändigt ihr wildes Herz. Diese Gottesfurcht ist nicht die Angst vor einem Monster, sondern die Ehrfurcht Gott nicht zu betrüben, damit er bei uns bleibe und wir wissen, wir sind Sünder und erleiden die Demütigung Gottes. Die Versöhnung ist da sehr zentral, christozentrisch möchte man meinen. Die Essenz liegt daran: "Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen." Mt 5,25 Also, mit Gott diesen Frieden schließen, Freundschaft, keine Gegnerschaft, so wie der Stoiker wie Seneca über den Zorn berichtet, dass man diese Tugenden übe, solange man an sie stößt. Wenn die Erkenntnis sich einstellt, braucht man den Zorn nicht mehr, man hat dann den Sanftmut erlangt, der uns zu Kindern Gottes macht und es ist eine Gnade, diese Tugend üben zu dürfen, weil sie die Freundschaft Gottes nahelegt. "Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt." Mt 11,6 Freund und Bruder, Jesus Christus; denn "Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?" Röm 8,31 Gott ist transzendent und immanent. Was bedeutet das? Er ist überall, allgegenwärtig und das persönlich. Er neigt sich in die Kreaturwelt hinab und vereinigt sich, als der Gottmensch. Das heißt aber nicht, dass man als Mensch dann sündenfrei wäre, sondern die Beichte, ja alle Sakramente der Kirche bleiben weiterhin aufrecht und so gering der Mensch auch ist, so demütig, so sagt der Herr, was ihr dem geringsten eurer Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Es ist ein ihn ihm sein, als ein Diener, der nicht über seinem Herrn steht. Kommt Gott von oben her in die Kirche? Es gab das Wunder, wo der Kranke in den Tempel abgeseilt wurde, daher nehme ich an, dass Gott die Türe nützt, also direkt frei von Zeit oder Raum gegenwärtig ist. Vgl. Mk 2,1-12

"Denn wir haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen die künftige." Hebr 13,14 Maria ist die große Stadt. Wunder; die Macht der Unmöglichkeit. Jesus wirkt viele Wunder, aber alle reihen sich nahtlos in das Evangelium ein, so dass darin der Sohn Gottes verherrlicht werde, damit wir das Leben in Fülle haben. Das Wunder ist die Fülle der Liebe Gottes, seiner Vorsehung zu genügen; die Demut zu begreifen, die in der Wandlung von Brot und Wein liegt. Das ganze Leben ist die Vorsehung darin, wenngleich wir ihm nicht die Schuhe aufbinden können, um das Leben zu bekräftigen, denn alles Gute geschieht durch das Herz Jesu, also bedeutet es Gott zu lieben, als das Zentrum, die Christozentrik als das Maß zu begreifen, nötigenfalls mit Worten. Da hat der hl. Franz von Assisi recht gehabt. Das Evangelium nötigenfalls mit Worten zu verkünden. Maria, Braut des Heiligen Geistes. "Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?" Röm 8,31 Bedeutet, wenn die Freundschaft mit Gott besteht, wer kommt ihm dann gleich, als Freund? Er ist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. vgl. Joh 1,9 - "der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, freut sich über die Stimme des Bräutigams" Joh 3,29

Papst Franziskus I. betont die Bedeutung des Trostes, insofern da jeder Mensch schwere Zeiten hat. Der Trost ist der Empfang des Allerheiligsten Altarsakramentes, der uns von innen her befreit. Die unsagbare Kostbarkeit der Gnade währe uns als Gedenken. Gott will, dass wir ein erfülltes Leben haben, dass wir es mit ihm erfüllen, ihn mit ganzer Kraft lieben, Kinder Gottes werden. Theologisch behält der Papst recht, denn Jesus will, dass alle gerettet werden. Man mag mit dieser befremdlichen Moral hadern und persönlich glaube ich auch nicht daran, dass es eine Heilung oder Heiligubg mit sich bringt. Nicht von sich aus, aber vom Dom her kenne ich alle möglichen Menschen, auch solche welche von einer Heiligen Messe zur Nächsten ziehen, um den Herrn in ihrem Eifer mehrfach zu empfangen. Zwar mag ihre Moral für den einen oder anderen befremdlich wirken, aber das hat die Stadt so an sich, dass einer den Nächsten meidet. Auch in Bezug auf die Zulassung Wiederverheirateter hatte ich großen Einspruch. Man muss aber eben zur Kenntnis nehmen, dass Jesus alle retten will. Heilige sind nicht alle gleich, obwohl sie in Gemeinschaft mit Jesus sind. So drückt Schmerz den eigenen Hochmut und die Hoffart nieder.