Da muss man nur hinschauen, wenn der hl. Dominikus Savio sagt: Mach aus mir ein schönes Gewand für den lieben Gott. Der Gedanke wäre eigentlich gemäß dem Evangelium: "Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden." Lk 7,6-7 . Man nennt das wahrscheinlich Großmut. Der Großmut war aber auch das, als man Jesus in Jerusalem mit Palmzweigen empfing. Der Rest ist diese erstaunliche Reaktion Christi, dass er den Diener heilte. Also, hat Jesus ihm seinen Großmut entgegen gehalten. Man sagt auch Hochwürden, als ein Attribut eines Großmutes. Ist jener Großmut das Unterfangen, alles zu erhoffen, alles zu erwarten, wenn man Gott darum bittet? Erst müssen wir lernen, Gott nicht zu bitten. Dann, nach einiger Zeit des Ausharrens, den Kennenlernen Gottes, können wir ihn bitten und das hat nichts mit Großmut zu tun, sondern ist ein Attribut der Liebe. Vgl. "ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren" Lk 3,16 oder "Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht." Joh 3,8