Nikolaus von Kues führt in seiner Schrift Über das Schöne metaphysisch dasselbe als das Gute an. Wie bereits erwähnt, Gott erkannte nicht die Schönheit a priori, sondern er erkannte seine Güte, als er die Schöpfung bereitet hatte. Schönheit ist vergänglich, die Güte aber ist eine Tugend und darin übte sich der Schöpfer bei all seinen Werken. Darum ist Gott allein gut, weil er der erste war, der diese Tugend der Güte wegen vervollkommnete. Es war nicht die Schönheit, die ihn blendete, die ihn zur Einsicht hinführte, dass seine Schöpfung gut sei. Das Schöne lässt sich nicht durchblicken, es gibt darin keine Metaphysik, wie an einem Kunstwerk. Es gibt dann nur einen Aspekt der Verminderung und damit ist A nicht mehr gleich A. Das Schöne ist nicht mehr oder weniger schön, denn die Schönheit erhält sich nicht, weil sie keine Tugend im weiteren Sinne darstellt. Etwas als schön zu erkennen, die Welt des Scheins als den Sinn der Erkenntnis selbst zu wähnen, als Muse weiterem Schönen, doch welchem Aspekt hält diese Einsicht stand? Schönheit als ein Anreger des Friedens, nun, so wäre dieselbe einer Ratio gleich, einer Vernunft und somit einem Logos. Das ist eigentlich dieser Aspekt der Teuerliebe, als die Caritas und somit ein Angelpunkt der Scholastik, wie auch der Imagery Debatte des Mittelalters. Gott schuf die Welt in einer Teuerliebe, das wäre richtig. Die Caritas als Ursache des Guten zu erkennen, wie die Welt und die Schöpfung den Wert besitzt, den die Teuerliebe Gottes hervorbrachte, als etwas wo der Herr Jesus Christus am Kreuz die Worte ausspricht: Es ist vollbracht. Also, die Schöpfung, der gesammte Schöpfungsbericht endet demnach mit der Kreuzigung. Vgl. Joh 19,30. Hier scheiden sich die Gemüter, denn am Kreuz ist nichts schönes zu finden, auch wenn man darin das Heil sucht. Wie bereits erwähnt, ist das Schöne und Gute darin alleine die Einsicht der Auferstehung Jesu von den Toten. Dies bekräftigt einen Sieg über die Vergänglichkeit und erst nach dieser Auferstehung erfolgt das Schöne. Nun kann man jedoch anführen, dass im Evangelium bereits alles Schöne vorhanden ist, doch weshalb wurde Jesus dann dafür ans Kreuz geschlagen? Der gute Hirte, der nicht geschaffen wurde, sondern gezeugt, wo selbst der Aspekt eines Menschensohnes verblasst, welcher im Alten Testament beläufig Verwendung fand; sondern es ist der Sohn Gottes, nicht der Menschen, wo das Geschaffene wiederum geschaffen wird. Dieses Schaffen des Menschen, wider die Zeugung Gottes. Das Schaffen des Menschen als ein Kind Gottes, vgl. Jes 64,7 welcher die Güte nachahmt, doch diese Güte lässt kaum einsehen, dass etwas gut ist, sondern wir sind fehlerhaft, jenseits von Gut und alle Güter dieser Welt, sind doch nur ein Abglanz des Schönen, bleiben also unvollständig, weil ein Ding das andere Ding voraussetzt. Gott schuf und nannte sein Schaffen gut. Er nannte es nicht schön, fand keine Ergötzung darin, weil Gott der einzige Gott ist.

Es ist leichter von Anderen das Schöne zu erwarten als das Gute. Das Gute als das Gut, als eine Realität, oder eine Liegenschaft, etwas Aufzuweisendes. Leichter ist es, wenn man kein Gut aufzuweisen hat, aber etwas Schönes tut; Blumenpflücken. Diese Minderung der Franziskaner ist dabei ja gar nicht schlecht oder die Bettelorden per se; der Verzicht auf Güte. Was ist damit gemeint? Nun, die Güte kommt im allgemeinen durch die Selbstverleugnung und somit in der Hand des Priesters durch die Sakramente von Gott. Es liegt wohl eine Weltvernunft darin, dass es Reiche und Arme gibt, wenngleich wo man es genauer betrachtet, wir alle der Güte bedürftig sind. Gott hat es gut gemacht, dass er Reiche und Arme schuf; wie der kluge Verwalter im Gleichnis Jesu. Vgl. Lk 16,1-8^

Heiligkeit sollte man nicht mit Perfektion verwechseln. Heiligkeit ist das fortwährende Bestreben dem Herrn Jesus Christus anzuhangen, wie Jesus an der Madonna oder dem heiligen Josef. "Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf." Mt 18,5 - "In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte" Mt 18,1-2 Dabei kommt es zur Mittlerschaft. Es ist der Anspruch des Engels, des Boten, aufgrund der Menschwerdung. Das Weitreichenste war die Entscheidung der Engel für den Menschen, weshalb Satan wie ein Blitz vom Himmel fiel.

Satan hat Angst vor dem Kreuz, weil es ihn an den Limbus erinnert; ein fortwährendes Fallen ins Schwarze. Dort, wo Gott nicht ist, in das Reich des Todes, von dem Jesus am dritten Tage auferstand, von dem niemand mehr zurückkommt. Jesus überwand aber das Reich des Todes, welches auch ein Reich der Sünde ist, denn die Sünde bringt den Tod, als das Entfernen von Gott.

Die Frage kann man stellen: Existiert die Hölle?

Grundsätzlich ist es aber falsch nach einer Existenz zu fragen, insofern die Hölle unendlich und daher ewig wäre, also ohne dem Verfall einer sogenannten Existenz, mit ihren Aggregaten der Verwesung und daher der Nichtexistenz. Ex ist ein schwieriges Wort. Das Leben macht nur Ex, da es gegenwärtig bleibt.