Ist die Teuerliebe Freundschaft? Diese Frage des hl. Thomas von Aquin ist doch recht interessant. So kann man darin erkennen, dass die Gnade wohl größer ist, als die Liebe. Es braucht Courage, sich von dem Stand der Ungnade, eben der Todsünde zu befreien, aber ich weiß nicht ob das als Courage gilt, vgl. Joh 15,5. Ein Beispiel: Das Konkubinat; solange es nicht gelöst wird, befindet man sich im Stand der Ungnade. Ein Priester darf diesen Stand bei der Beichte nicht vergeben. Erst wenn dieser Stand der Ungnade gelöst ist, kann der Priester die Lossprechung erteilen. Es braucht Courage; Zivilcourage - weil der Stand der Gnade größer ist als die Liebe. Freilich kann man hier gegenhalten, dass es die Liebe zu Gott sein mag und somit die Liebe zu sich selber, welche größer ist, da die Gottesliebe a priori steht und somit a posteriori die Liebe zum Nächsten. Liebe als Zivilgehorsam, als gesellschaftliche Freiheit, das Gute als das Richtige zu tun.

Der September galt im Mittelalter als der Holzmonat, worauf vermutlich auch die Bezeichnung Holzmichl zurückgeht. Seit etwa 500 nach Christi gibt es das Fest der Verehrung des Erzengel Michael, erst im letzten Jahrhundert wurden die Feste zu St Rafael, St. Michael und St. Gabriel zusammen auf den 29. September gelegt, als das Erzengelfest.

Das Kreuz ist eine Torheit, aber Satan hat davor Angst, wie vor dem Limbus, es ist ihm ein Spiegel, wo Jesus drei Tage lang im Reich des Todes, also Limbus war und danach auferstand von den Toten. Das eigentliche Ereignis. Jesus zieht mit der Kreuzerhöhung alle an, weil Satan eitel ist und die ganze Welt unter seiner Macht steht.

Gott ist ein endgültiger Gott

"Er bewahrt Tausenden Huld, nimmt Schuld, Frevel und Sünde weg, lässt aber (den Sünder) nicht ungestraft" Ex 34,7

Das theologische Wissen ist nicht alles, zumal der Tröster dieses bereit stellt. Andererseits heisst es: Bereitet dem Herrn den Weg. Der Herr gibt zB. erfüllte Tage. Alles füllt er aus.

Gott verhalf dem Menschen zur Einsicht der Gnade. Der Verlust bringt uns der Sehnsucht näher, der Gewinn lässt uns das Erbarmen begreifen. Wir sind Sünder, auch wenn der Herr sagt, sündige nicht, bleiben wir dennoch versehen mit der Menschlichkeit und Jesus interpretiert das als den barmherzigen Samariter, dem berechenbaren Menschen als Pythagoreer. Der Unterschied zwischen Gott und Mensch ist die Gebrechlichkeit, im Alter wie jungen Tagen. Das Alter macht es deutlich, dass wir von Gott abstammen.