Im Endeffekt, soll man im stillen Kämmerlein beten und wenn da einer ist, ist das Einer. Es ist wesentlich angenehmer, wenn die Kirche nicht so voll ist, sonst erinnert das eher an einen Kirtag, wo die Leute so schön gekleidet sind. Jeder hat sein Anliegen und wenn viele ein Anliegen haben, dann beten viele. Ob das ein Wunsch sein kann, eine bessere Welt, wenn der Herr sagt, man soll im stillen Kämmerlein beten. Die Mönche, die sich in ihre kleinen Zellen zurückziehen und beten. Pater Pio war so jemand und es gibt unzählige. Das hat auch nichts mit dem Ritus zu tun oder der Auffassung, sondern wen man wirklich braucht, ist der Priester. Er kann die Sakramente vereint mit Christus der Gemeinde stiften. Das kann ein Laie nicht. Das Kreuz, die Heiligenfigur, den Rosenkranz kann sich jeder Gläubige selber weihen. Da braucht es keinen Gehilfen Christi und dann haben wir auch das Martyrium der hl. Therese von Lisieux, die ihr Leben als Brandopfer wie sie es sagte, in Anbetracht an die hl. Jungfrau von Orleans für die Priester aufopferte. Sind wenige geworden. Wen interessiert es? Jeder geht alleine heim. So und so ist man dem Herrn ausgeliefert, der uns mehr liebt, als 100 Gerechte. Aber warum sind wir Sünder? Das interessiert die Kirche, die immerzu von den letzten Dingen berichtet. Der Herr holt uns auch dort ab, bei den letzten Dingen. Es ist die leise Stimme, die uns mahnt, die wir zuletzt gehört haben, in uns selber als unser Gewissen oder unserer Gewissheit des guten Rates, den Gott immerzu stiftet. Warum soll der Herr schreien? "das Gehör hast du mir eingepflanzt" Ps 40,7 sagt der Psalmist. Jetzt kann man sicherlich einwenden: Warum gehst du in die Kirche, wenn du darin nicht betest? Weil ich das Wort Gottes anbeten will, a priori, weil ich in Gott bleiben will, durch den Empfang der heiligen Kommunion, a posteriori. Es macht einen Sinn, auch in der Kirche im Innersten zu beten, aber es ist immer eine Anbetung, so wie das Wort Gottes angebetet wird. Ich muss ja selber den Kontakt zu Gott suchen und da nützen selten die allgemeinen Bitten während der Messe, wo die Leute oft plappern wie Heiden, die zu Gott keinen Zugang kennen, aber es ist auch richtig so, denn die Heilige Messe ist für die Sünder da und nicht für die welche keine Geduld haben. Man muss auf Gott harren können, weil die Sehnsucht auch etwas ist, das Gott erschaffen hat, indem er sie in uns regt, aber ich muss nicht bei allem zustimmen, wohin mich die Sehnsucht anleitet. Sehnsucht ist vielleicht kein Streben, sondern ein Wiedersehen. Außerdem bedeutet sie auch Empfänglichkeit, weil Gott ist ja kein Armer Mann, oder eine Arme Seele. Der ist schon ganz Gott. Gott ist Totus tuus – ganz dein.
Nikolaus von Flue. Ein Mensch, der viele Jahre nur von der Hostie gelebt hat. "Du allein bist mir Nahrung!" Das ist schon erstaunlich, wie Gott die Menschen großen Willens erhaltet. Sicherlich sind es die Umstände, aber alleine die Sicht, was auch die hl. Teresia von Avila anmerkte: Gott allein genügt und Jesus sagt: Gott ist Geist. Er ist Gott allein ist gut. - und dann erinnert man sich, dass der Mensch nicht vom Brot alleine lebt und das ist schon erstaunlich. Sicher kann man sagen, dass da der Glaube anfängt, aber wieviele gibt es, die so leben können? Die den Mut haben und die Demut. Es hat auch nicht jeder die Gabe der Bilokation oder tragt Stigmata. Jesus sitzt am Tisch der Sünder. Vielleicht ist es auch unsere eigene Angst oder wie der Herr Kardinal wähnt, dieser moderne Hedonismus. Wenn das so wäre, dann wären wir aus dem Mittelalter nicht mehr herausgekommen. Es hätte jedem nichts genügt. Also, nichts im Sinne einer Knechtschaft, was auch die Sünde ist. Das muss man auch so sehen. Wenn sich heute einer ein iPhone 15 kauft, dann ist es eine tolle Sache, um das einem andere beneiden oder auch nicht. Es ist gut, wenn die Leute miteinander reden, sonst wäre es das iStone. Jesus hat ja nicht die Händler aus dem Tempel getrieben, weil sie Händler waren, sondern weil das seinem Eifer, seinem Gottesdienst entsprach. Vielleicht sitzt einer in der Messe und freut sich, dass er sich dann das iPhone kauft. Kein Thema, Gott will auch dass wir uns freuen, aber Gott zuerst. Ich glaube, das ist das Einzige, dass wir ihn nicht wegstoßen und sagen, ich habe jetzt eine Götze, das funktioniert nicht, weil er Gott ist. Das Gleiche ist mit der Speise. Wenn wir Gott für die Speise danken, vor der Speise, das Kreuzzeichen machen, bevor wir beginnen zu essen. Alles kein Thema, der Gott ist mit uns.