Am Interessantesten scheint mir jedoch der Umstand einer Bilokation zu sein. Hierbei erscheint eine Person an zwei Orten zeitgleich und vollzieht Handlungen. Es gibt Berichte, dass Engel hier die zweite persönliche Darstellung waren. Also, da gibt es keine Bewußtseinsteilung, sondern eine doppelte Gegenwart, eine zeitliche, zeitgleiche Gegenwart an zwei verschiedenen Orten ein und derselben Person. Im Phänomenalismus ist freilich keine Tugend enthalten, sie veranschaulicht gegenständliches ohne einem direkten Wert für die Ewigkeit, allerdings kann man sie auch nicht leugnen, wie die Erscheinung eines Sonnenwunders oder das Marienbild von Guadalupe. Für das Glaubensleben des Einzelnen mag es unbegreiflich sein und das ist sicherlich auch eine Eigenschaft des Heiligen Gottes, der sich in drei Personen darlegt. Da nützt eigentlich diese Betrachtung oder Kontemplation mehr, als die Darstellung von nur einer Person, die sich wohlan auch an zwei Orten zeitgleich auszeichnet. Allerdings ist es auch nicht so einfach von der Hand zu weisen, denn schließlich haben wir in der Kirchengeschichte die erste Bilokation in Saragossa, Spanien, wo die Gottesmutter damals noch auf Erden, dem Apostel Jakobus auf einer Säule erschienen ist. Man kann daher nicht davon ausgehen, dass Bilokationen unerheblich sind, wenngleich auch eine Abstraktion in sich bergen, die wohl nur Engeln vorbehalten bleibt. Sie lässt sich also physikalisch nicht nachbilden. Der Aspekt des Klonens fällt auch in dieses Licht. Was will uns diese Erkenntnis auf Erden aufweisen? Dass Aspekte Gegenwart besitzen, wir ebenso nur Aspekte der Darstellung in einer Welt der Erscheinung sind? Meine Sichtweise bezieht sich hierbei allerdings mehr auf die Christozentrik, wo die Frage nach dem Nutzen für die Ewigkeit gewährleistet ist.
Genauso der fliegende Mönch; auch ein interessanter Aspekt, als Levitation. Allerdings ist die Geschichte des Glaubens voller Wunder. Wunder, über die vielleicht niemand spricht. Die Frage, die ich mir dabei stelle: flogen die für sich selber oder für andere? Der Nutzen als das Staunen, was ein Kind eigentlich auch beim Philosophieren tut. Es staunt und Wunder, deren Tragweite das Staunen ist. Fatima, 70.000 Menschen sahen das Sonnenwunder. Was die Menschen sehen, was sie bestaunen, bekehrt Menschen rasch, aber ebenso löst sich das Staunen auch wieder auf, wie man bei den Wundern Jesu erkannte und das Volk danach sich lieber für Barnabas entschied, als für den Wundermann. "Diese böse und treulose Generation fordert ein Zeichen, aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona." Mt 16,4 oder "Warum rede ich überhaupt noch mit euch?" Joh 8,25 Jesus, der in sich selbst oder durch sich selbst gerechtfertigt erschien, was die anderen nicht waren und so fing er seine Wunder bei der Hochzeit in Kana an. Ein bisschen schwingt da mit "Denn die Kinder eines sündigen Beischlafs / treten im Gericht als Zeugen auf / für die Schlechtigkeit ihrer Eltern." Weish 4,6 wobei er eigentlich gerecht macht. Das ist das Interessante, weil er sich ja genau um die Ausgestoßenen gekümmert hat. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, sagt die Bibel. Er, der auch sicher dieses Problem von Kindheit an hatte, dass er als ein Ausgestoßener galt, weil man Maria die Schlechtigkeit nachsagte und Josef hat dem gegengehalten, trat als Zeuge auf, für die Reinheit Mariens. Und nobel, wie die Leute waren fragten sie: Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Vgl. Mt 13,55 und Jesus verteidigt das noch und sagt "Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie." Mt 13,57 So war er mit dieser Sicht zufrieden, wirkte aber wenige Wunder in der Gegend. Klar, Metadiskussionen sind nicht Sinn und Zweck, sonst würde man Götzendienst betreiben. Und gerade das erste Wunder in Kana, erbeten durch Maria. Da sieht man wie sehr sie unter dieser Anschauung litt.