Die Flüchtlinge sind das nämlich, wie die Protestanten und die Weltreligionen insgesamt, aber auch die in wilder Ehe leben, den Gottesdienst am Sonntag nicht einhalten, weil sie den Herrn fliehen. Sicher schickt der Herr Flüchtlinge, wenn soviele austreten und die Kirche daran leidet. Ich weiß nicht, ob sie das wirklich tut, denn schließlich entscheiden die Zahlen, um die Häuser Gottes aufrecht zu erhalten. Sicher, wir haben alle unseren Standard und die Kirche schränkt sich eh schon ein. Ein Gotteshaus in eine Turnhalle zu verwandeln und leiden wir nicht oder der Herr selber an dieser Vermaledeiung? Ich weiß nicht, ob der Herr nicht mehr daran leidet, dass Menschen ihr Wort brechen, dass sie einander in der Ehe gegenseitig stiften. Schließlich ist die Ehe ein Sakrament und nicht wie bei den Protestanten, nur ein Segen. Flüchtlinge - und es kommen auch fast nur Männer an, keine Eheleute und selbst ist es schwer zu sagen, warum das keine Katholiken sind, sondern Menschen aus Naturreligionen. Mit Verlaub, für meine Auffassung sind alle Religionen Naturreligionen und die Kirche ist keine Religio, also eine Stätte der Gebundenheit. Die einzige Bindung besteht zu einander, in der Ehe. ich glaube darüber macht sich der Herr mehr Gedanken. Und so kommen also die Flüchtlinge, die vor einer Bindung fliehen. Das ist ein schwieriges Kapitel, weil warum sollte der Erlöser binden? Das tut er ja nicht, aber das Wort des Priesters, dem die Binde- und Lösegewalt aufgetragen wurde, das Lösegeld für die Sünden überantwortet wurde, trägt in dem Sinne auch zur Entbindung bei, wo Christus in die Welt geboren wird als das Kind der Gemeinschaft mit Gott, wie Josef und Maria. Freilich nicht wie Adam und Eva, weil die hat der Herr gebunden, weil sie nicht auf ihn hören wollten. Josef und Maria hat er zu Heiligen gemacht, weil Liebe keine Bindung ist, sondern eine Genugtuung dem Worte Gottes gegenüber. Flüchtlinge, sind alle die nicht heilig werden wollen. Die, die Heilige werden möchten, kommen ins Fegfeuer und gleich in den Himmel. Ohne einer Bindung, die sagt: Du musst zuerst 10 Böcke opfern. Das geht nicht, denn man muss den Herrn suchen und der Gebundene, hält nicht Ausschau oder er sucht nur einen, der ihn von der Bindung befreit. Man muss aber frei sein, den Herrn zu finden, besonders wenn er von der Nachfolge spricht. Kommt der Erlöser, befreit den Gebundenen und dann flieht er wie ein ängstliches Tier. Die Heiligen haben sich mit den Tieren unterhalten, mit Pflanzen und da haben wir überall eine Bindung, aber auch keine Erlösung im engeren Sinne. Der Herr ist Mensch geworden und dann ist das auch eine Vorsehung. Also da geht es nicht um Naturvölker, Tiere, Pflanzen, sondern um die heiligmachende Gnade.

Zwanzig Jahre war der Bruder Klaus nahrungslos. Dieses Phänomen kennt man von einigen anderen Gläubigen ebenso, wenngleich es mehr als beachtlich ist. So finden wir aber diese Nahrungslosigkeit auch bei den Indern, als Lichtnahrung.

Diese Exegese des Bruder Klaus, dass es im Himmelreich kein essen und trinken gibt, widerspricht der Heiligen Schrift. So sagt Jesus in Bezug auf das Paschamahl: "Ich werde es nicht mehr essen, bis das Mahl seine Erfüllung findet im Reich Gottes." Lk 22,16 und dann sagte er: "Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt." Lk 22,18 Also, weshalb war der Bruder Klaus der Auffassung, dass das Reich Gottes nicht essen und trinken ist? Das ist ein spannender Exkurs, weil er hat sicher Gründe gehabt. Denkbar wäre hierin die Unterscheidung zwischen Himmel, Himmelreich, Paradies und Reich Gottes.

Der Bruder Konrad war auch so ein interessanter Heiliger. Er betete vor dem Bildnis der Muttergottes und plötzlich strömten kleine Bläschen zwischen dem Bild und seinem Mund.