Natürlich kann man das Harren auch auf den Verzicht hin beziehen um sich zu enthalten. Für alles gibt es eine Zeit und der Langmut Gottes bezieht sich natürlich auf das Lamm Gottes. Christozentrisch nennt uns Jesus Freunde und so behandelt er uns, insbesondere weil wir ihn lieben, als das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet (Joh 1,9) und er den Sanftmut besitzt, vor jeder Kreatur. Ihn darin nachzuahmen, überhebt uns. Der Verzicht ist so, wie die Tugend, die man übt. Ein Laie kann natürlich auch wie ein Professionist leben, aber er hat dazu nicht die helfende Gnade. Die heiligmachende Gnade wohl. Ein Professionist hat Weihen und selbst da gibt es Weltpriester und per Definition die Freiheit der Kinder Gottes, der ein liebender Vater ist. Wenn man das Unkraut ausreisst, vernichtet das auch den Weizen, um in dem Gleichnis Jesu zu reden. (vgl. Mt 13,24-30) Fürchtet euch nicht. Fürchtet alleine Gott, denn wenn er nicht mehr da ist, wir die Gnade verloren haben, wer gibt sie uns wieder, wenn das Maß unserer Sünden voll ist? Die wahre Gottesfurcht besteht hinsichtlich des Verlußtes Gottes, wenn wir die Gnade verlieren, müssen wir sie suchen und sie ist im Beichtstuhl wieder zu finden. Die Beichte ist ja das größte Geschenk Gottes. Die Gnade ist mit nichts zu vergleichen, weder mit einem Segen, noch mit irgendeinem irdischen Erbe.