Was ich dem Papst zugute halte, was sein Besuch in San Giovanni Rotondo und jetzt will er nach Fatima. Die Sicht auf Privatoffenbarungen halte ich allgemein für schwierig. Es gibt gut 1000 Privatoffenbarungen mit Marienerscheinungen und nur wenige sind kirchlich anerkannt. Wir haben allen voran den Jakobsweg, mit der ersten in der Kirche bekannten Bilokation, Maria von der Säule in Saragossa und auch P. Pio hatte die Gabe der Bilokation. Das ist, wenn eine Person an zwei Stellen gleichzeitig erscheint, gesehen wird und es gibt einige solcher Phänomene in der Kirchengeschichte. Das Sonnenwunder von Fatima sahen etwa 70.000 Personen mit sehr beeindruckenden Manifestationen, ua. auch den Worten über dem Altar und dem klaren Bekenntnis zur Buße. Abgesehen von den Tagen der Erscheinungen, welche mit dem braunen Skapulier korrelieren. Bekannt ist auch Lourdes, ebenso mit dem Einschlag auf das braune Skapulier hin und in der Kirchengeschichte haben 32 Päpste das braune Skapulier gefördert und mit Ablässen versehen. Als Sakramentalie ist es wie das Weihwasser oder der Rosenkranz und dann haben wir noch immer eine ganze Liste mit Erscheinungen und Wundern. Die Glaubenskongregation hat da einen schweren Dienst, das alles aufzuarbeiten. Eintausend nachweisliche Erscheinungen in zweitausend Jahren. Man kann jetzt nicht auf ein Sonnenwunder in den vatikanischen Gärten referenzieren, angesichts dieser hohen Zahl an Erscheinungen und Wundern. Dennoch sind es Privatoffenbarungen und wenn man so will, sind auch die Worte der Apostel solche Privatoffenbarungen. Alles, außer das, was wir als das Evangelium Jesu Christi bezeichnen fällt unter diesen Banner und dann gibt es auch noch Marienfried, den Monte Sant Angelo, wo Engel Zeichen taten. Von Rasenkreuzen abgesehen, die allesamt falsch sind und dämonischen Ursprungs; aber auch Marienfried wurde nicht anerkannt. Wenn ich an meine Besuche in San Giovanni Rotondo zurückdenke, dann an den Weg der kleinen Schritte.
Österreich liegt im Herzen Europas und dieses Herz hat ein Zentrum, das ist Mariazell. Es ist kein Geheimnis. Seit Jahrhunderten pilgern Europäer dorthin, auch um einen Ablass zu erfahren. Die Magna Mater Austriae befindet sich keineswegs am tiefsten Punkt Österreichs, diese hohe Frau. Es ist die Zeller Mutter. Eine große Freude liegt darin und immer wenn ich kann, besuche ich sie.
Der Mensch hat ein Licht und dieses Licht trägt er. Andere werden sich an dieses Licht erinnern. Wenn ein Schauspieler sich hinstellt, dann ist er nur der Abglanz von einem Licht. "Und das Licht leuchtet in der Finsternis / und die Finsternis hat es nicht erfasst." Joh 1,5"Wer die Braut hat, ist der Bräutigam" Joh 3,29"niemand wird sie meiner Hand entreißen." Joh 10,28