"Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Söhne Gottes genannt werden." Mt 5,9Wie stiftet man Frieden? Und das erinnert an das Gebet des heiligen Franziskus. "Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Frieden". Ist es nicht klüger zu sagen: Mache mich zum Werkzeug deiner Vernunft? Da heißt es: "Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen" Röm 1,20 Warum braucht Vernunft ein Attribut; Kant? Man muss glaube ich wieder zurückkommen auf den eigentlichen Wert. Frieden, als die eigentliche Frucht des Heiligen Geistes, denn der Unfriede ist falsch und der Geist flieht ihr. Das wäre in der Formulierung bündig, so die Einsicht in der Vernunft liegt. Jetzt hat aber der Heilige Geist mehrere Früchte: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. So ist Friede hierbei nur ein Fingerzeig, wenngleich der Einzige, welcher eine Seligpreisung erfahren hat. Man hat hier zum Teil Tugenden und ich bin mir sicher, dass jeder einzelne Aspekt davon für die Ewigkeit etwas nützt. Werke der Liebe, der Traue, dann hat man dieses Werkzeug eines davon wäre dann der Friede, der allerdings mit der Weisheit einhergeht. So wäre es: Selig die Weisen, weil Frieden kann man auf jede erdenkliche Weise machen, aber eigentlich sind wir ja die Erben des Friedens, die das Evangelium empfangen haben, wo der wahre Friede liegt, im Empfang des Allerhöchsten. So ist dieser Satz von Jesus, diese Seligpreisung ein rückbezüglicher Satz und wie kann man jemanden dazu bringen, ihn zu empfangen? Der Weg ist eng, die Beichte und wenn man das nicht macht, hat man auch hierbei den Unfrieden, aber die Stiftung ist da, weil Gott zwingt ja niemanden. "ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen." Joh 10,18 Ich glaube, so verhaltet es sich auch mit dem Frieden. Natürlich kann man ihn profan ansehen, aber friedlich wäre auch herzlich und dann haben wir die Umstände. Dann ist eigentlich der Priester der wahre Friedensstifter, der im Beichtstuhl den wahren Frieden ermöglicht. Was ist falscher Friede? Der profane Friede eben, wenn man sich mit Frevlern umgibt, wird man schwerlich Freude haben, sondern man würde mit dem Erbteil losziehen, um dann doch wieder zum Vater zurück zu kehren, wie im Gleichnis des verlorenen Sohns. Der Friede ist auch dort, wo die Liebe ist. Der Frevel an der Liebe führt ebenso in den Beichtstuhl. Jedes Ärgernis vermindert die Achtung darauf, Frieden zu stiften. So ist Friede ein Geschenk, denn wie im Vater unser: führe uns nicht in Versuchung, ist auch ein Garant dafür, dass Gott uns nicht der Unterwelt preis gibt, weil ihm ein frommes Herz wichtig ist. Gott ist nicht so kleinlich, aber der Engel würde es nicht ertragen, wenn wir seiner Vorsehung nicht genügend Achtung schenken und sie ist Freude. Eine Frucht des Heiligen Geistes ist sie.
Die Gradmesser der Vernunft sind die Feiertage, eben auch die Hochfeste, welche der Heiligung bedürfen. Neben dem Gottesdienst ist es die Pflicht der Einsicht, dass es der Tag des Herrn ist. Beim Sonntag ist es der erste Tag der Woche, an dem Christus von den Toten auferstanden ist und somit ein Zeugnis, welches auch einen Ablass beinhaltet. Lässliche Sünden werden im Gottesdienst vergeben, uA. durch das Glaubensbekenntnis, aber auch zu Beginn wenn der Priester die Heilige Messe mit dem Gebet zur Vergebung der Sünden beginnt, wie auch durch das Schuldbekenntnis. Drei Wege, lässliche Sünden bei der heiligen Messe zu sühnen. Es gibt Sünden, die begeht man nur einmal, andere tausend Mal. Dass wir Sünder sind, weiß Gott. Das werden wir zeitlebens sein, aber die Ewigkeit rückt näher für jeden von uns. Sobald wir im Stande der Gnade sind, wirkt diese tiefer und dringt in unser Wesen ein und wir verbessern uns. Es sind nur die kleinen Schritte, für die wir gar nichts zutun können, auch wenn wir immer wieder Großes planen, nicht mehr zu sündigen, wie Jesus sagt: "Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr" Joh 5,14. Das Problem der Sünde ist der ewige Tod. Ob große oder kleine Sünde. "Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz." 1 Kor 15,56 - Was ist das Gesetz? "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten." Mt 7,12 Nächstenliebe. Der Gradmesser der Vernunft, dem Gottesdienst beizuwohnen, für alle zu beten, auch für die, die uns voran gegangen sind. "Darum freut sich mein Herz / und frohlockt meine Zunge / und auch mein Leib wird in sicherer Hoffnung ruhen; denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis, / noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du zeigst mir die Wege zum Leben, / du erfüllst mich mit Freude vor deinem Angesicht." Apg 2,26-28