Nietzsche hat natürlich Recht wenn er schreibt, dass er an keine intelligible Welt glaubt. Vermutlich hat das damit zu tun, dass der Mensch aus onthologischen Gründen für die Ewigkeit hin geschaffen ist, allerdings nicht körperlich, sondern seelisch. Was nützt die intelligible Welt für die Ewigkeit? Dass Nietzsche eine intelligible Welt verneint, sehe ich als einen Hinweis, des Glaubens an die Seele und folglich auch an ihre Kausalität. Vgl. "Alle sollen eins sein" Joh 17,21 oder wenn man so will: 1=0; weil 1+1=1-1. Null steht da für die Ewigkeit. Einer ist gleich verewiglicht. Das meint, dass die Person a posteriori in der Ewigkeit einhergeht, als Prima Causa. vgl. "Ihr seid das Licht der Welt." Mt 5,14 oder "Ihr seid das Salz der Erde." Mt 5,13 Die Grundfrage ist die, nach einem Ereignishorizont in jener Ewigkeit, welche Qualia? Betrachtet man den Frieden als den Himmel, so bedarf dieser keinem Ereignis. Die Stoiker glaubten auch an eine Seele. Man kann sagen, es gibt im Himmel keine Kausalität mehr, allerdings haben wir zwei Faktoren, welche im großen Glaubensbekenntnis genannt werden: Die Schöpfung der sichtbaren und der unsichtbaren Welt. Also hat man zwei Kausalitäten, könnte man sagen. Dennoch stellt sich die Frage, ob in Ewigkeit der Anreger der Kraft vorhanden ist, oder a priori der Ewigkeit ist. Dh. der Gott des Himmels und der Erde, der Gott der Liebe, der vor jeder Erfahrung also Kausalität da ist, ist der Raum um den Raum. Man hat es aber in der Ewigkeit per Definition mit zwei Räumen zu tun: Himmel und Hölle, wobei Himmel für den Frieden und Hölle für das Chaos stünde. Also das Chaos wäre dann nur Kausalität, wenngleich der Himmel ohne dieser auskäme. Es gibt aber den Aspekt des Leids auf dieser Welt, welcher auch nur Kausalität ist. Die Welt ist Kausalität, doppelt: sichtbar und unsichtbar. Nietzsche wähnte den Begriff der "doppelten Wollüste", aber wir gehen davon aus, dass Gott in seiner Schöpfung von sinnlichen Bestrebungen welche ausschließlich in der Kausalität vorkommen, Abstand hielt, weil Gott ja nur Geist ist. Vgl. Joh 4,24 - Allgemein wird der Mensch wegen seinen Worten gerichtet; das Wort wurde Mensch und so kann man durch Jesus sühnen, sobald man ihn bekennt und an ihn glaubt; nur ist der Erkenntnishorizont dabei kein Maß, wie Hosea 4.6. Das wäre schwierig. Warum gibt es da diese große Ausnahme im Alten Testament, wo Hosea auf den Wert der Erkenntnis anspielt? Erkenntnis, als Müßiggang, wo das Volk stirbt weil es keine Erkenntnis mehr hat. Es verhält sich doch so, dass mit dem Sterben alle Erkenntnis mündet, so jeder kausale Zusammenhang nichtig wird; das Verhältnis Welt sich vom Bund löst, also dieser Neue Bund in Christus koinzidiert. Bei Weisheit 4,6 sind wir deshalb auch nicht gescheiter; deswegen kann man das Wort Volk nur schwer koinzidieren. Seelen würden mit Gott bis in alle Ewigkeit philosophieren, abgesehen von Theodizees, die eigentlich keinen interessieren. Es wäre nur die Eitelkeit darin.